Vermeintliche Feste und die Reise zu den Steinen von Ser'rak

Aus Liber Historium
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Zeit: 24. Boron - 11. Hesinde 1035
Region: Bornland, Dvoynoypotok (60 Meilen nördlich von Norburg), die Stadt der Toten, das Totenmoor
Beteiligte: Aedin Adersin, Florence Ingaldsdotir, Kylaria della Kerres, Lana Adersin-Nagraskjaleff, Tiro Nagraskjaleff
Erwähnungen: Borislav Sitoryonok, Die Schwerter des Nordens, Eriel, Fjadir von Bjaldorn, Glorana, Ischtan Nagraskjaleff, Morkan, Rodin Khelastes,Thesia von Ilmenstein, Ulyeke

Kurzbericht

Auszug aus dem Diarium Ihrer Gnaden Kylaria della Kerres

Einladung. Liegt dem Tagebucheintrag bei.

[...] Boron 1035
Mich erreichte eine Einladung zu einem Fest. Niemand weniger, als Lanas Vater höchstselbst hat mich zu einer Festlichkeit eingeladen, deren Sinn sich mir allerdings nicht erschließt.

24. Boron 1035 Ankunft in Dvoynoypotok.
Wie sich herausstellte, ist der Burgherr - Lanas Vater - nicht anwesend. Obwohl man am Tor sehr streng ist, scheint man innerhalb der Burg wenig Wert auf Sicherheit zu legen, sind doch alle Türen und Tore einfach so offen. Gerade als ich Askur im Stall unterbringen will, sehe ich auch Lana und Aedin ankommen.
Wir gehen also gemeinsam in die Burg, wo wir dann auf Tiro treffen. Er, nicht sein Vater, hat uns herbestellt, weil er unsere Hilfe braucht. Allerdings will er erst darüber reden, wenn alle da sind.
Das Fest jedenfalls ist erst in 2 Monaten...

1. Hesinde 1035
Auch Flo kommt endlich in der Burg an. Wir setzen uns also zusammen, um zu erfahren, warum wir hier sind.
Tiro muss ins Moor. Seit er dort in der Stadt der Toten war, ruft das Moor nach ihm, er weiß allerdings nicht, warum und was er nun dort soll. Aber er bittet uns um Hilfe, da wir die einzigen sind, denen er vertrauen kann.

Ich kann an diesem Tag außerdem noch einiges anderes aufschnappen:
Das Bornland ist in Aufruhr. Offenbar gibt es 2 mal im Jahr eine Versammlung aller Bronnjaren, die von den Theaterrittern abstammen. Alle 5 Jahre wird der Adelsmarschall von diesen gewählt, doch diesmal liegt dem ganzen eine Prophezeiung zugrunde, die durch Ulyeke verlautbart wurde. Eine Druidin, die das Sprachrohr von Unbaldroa ist. Das wiederum ist der Name einer Eiche, an die die Marschälle ihre Namen schlagen, so sie gewählt wurden.
Prophezeiung: "Die Menschen haben einen neuen Herrn, das Land hat aber einen alten."
Man glaubt, dass das eventuell mit dem Verschwinden von Thesia von Ilmenstein zu tun haben könnte. Diese sei 1031 gegen Glorana losgezogen. 1033 sei Fjadir von Bjaldorn ohne sie zurückgekehrt und berichtete vom Scheitern.
Außerdem kursieren einige Gerüchte, denen nach Erbstücke beseelt würden, magische Pflanzen an ungewöhnten Stellen wüchsen und auch das Moor sich wandle.

2. Hesinde 1035
Reisen zu Pferd los, zunächst zurück nach Norburg.
[...]

6. Hesinde 1035
Ankunft in Ilumin.
Schnappen weitere Gerüchte auf:
Es seien Schaafe verschwunden. Manche sagen, sie seien einfach bei den Erderschütterungen wo rein gerutscht.
Diese Erserschütterungen sind allerdings nicht normal! Wir erfahren, dass es vor 5 Tagen ein Erdbeben in Drauhaag gegeben haben soll.

7. Hesinde 1035
Ankunft in Ebrin.
Es gibt kein Gasthaus, aber die Bewohner sind sehr gastfreundlich.

8. Hesinde 1035
Ankunft in Drauhaag.
Wir hören uns auf dem Markt der Stadt nach den Beben um. Davon soll es in letzter Zeit immer mal wieder kleinere geben. Angeblich soll dies ein Zeichen für die Rückkehr der Schwerter des Nordens sein. Diese wollen um 340 BF entstanden sein und knapp 400 von Rondra selbst geweihte Rondrakämme umfassen, die hier irgendwo in der Nähe versteckt wurden.
Wir gehen gemeinsam zur Kräuterhexe, Eriel, die sogar hübscher als Lana ist. Aedin kauft bei ihr Thonis und wir finden uns im Gasthaus ein.
Ab jetzt werden wir keine Gasthäuser oder Dörfer auf dem Weg ins Totenmoor finden.

9. Hesinde 1035
Knapp nach Drauhaag finden wir einen zerstörten Handelszug. Die Leichen die drumherum liegen, sind teilweise eindeutig bewaffnete Wachen und teilweise ... zerfledderte Leichen, die eindeutig schon länger tot sind, als der Rest. Wir tippen auf Untote.
Aedin kann eine Reststrahlung von dämonischer Natur erkennen, während Flo einem Geräusch nachgeht und dadurch einen bewusstlosen in einem der Wägen findet.
Tiro und Flo bringen die Leichen der Wachen und den Bewusstlosen nach Drauhaag. Dieser stellt sich dann als Borislav Sitoryonok vor und erklärt, dass diese Leute sie angegriffen hatten und ihn sogar fressen wollten.
Währenddessen bestatten Aedin und ich die Toten, die anscheinend wieder erhoben wurden. Ich segne sie und Aedin zündet sie an - mögen sie nun endlich zu Boron finden!

Nachdem die anderen beiden zurück sind, machen wir uns wieder auf den Weg, weiter gen Norden.

Am Wegesrand entdecken wir ein paar Abenteurer, die rasten und sich lauthals darüber streiten, ob sie weiter zur Stadt der Toten - unserem Ziel - wollen, oder heimkehren. Der Elf unter ihnen jedenfalls will heim, da er einen unheilvollen Traum von einem Meer aus Blut hatte und ihnen immer mehr Moorleichen begegnen, je weiter sie nach Norden kommen.
Das waren diese untoten Wesen also...
Wir wollen ihnen schon unsere Hilfe anbieten, da machen sie sich bereits auf den Weg gen Süden.

Wir reisen noch ein Stück weiter, beschließen aber, unsere Kräfte schonen zu wollen - wer weiß, wieviele Moorleichen hier herumgeistern?

Nacht zum 10. Hesinde 1035
Es war vielleicht 3 Uhr... Tiro hat uns geweckt, weil er Geräusche gehört hat. Schlurfen aus zwei Richtungen. Flo und ich gingen also los und schauten uns um. Wie es aussah, waren wir umzingelt von einem Bären und zwei Wölfen. Es gelang uns, alle drei zu töten, aber der Tod des Bären war gruselig, denn ihm waberte eine Rauchwolke aus dem Mund, die Richtung Norden davon flog...
Aedin erklärte uns, dass es Dämonen gibt, die tote Tiere beseelen können, um mit ihnen zu kämpfen. Dämonenwerk also...

10. Hesinde 1035
Ich hatte einen fiesen Albtraum... ich habe sogar im Schlaf geweint.

Kurz vor Sonnenaufgang können wir drei Leute einholen, die uns zunächst gar nicht beachten. Der Elf unter ihnen hat ein völlig zerfetztes Bein und erst als sie sich auf einen Ruf von Flo zu uns umdrehen, können wir erkennen, dass sie nicht mehr unter den Lebenden weilen…
Wie schickten sie zurück zu Boron, wo sie hingehören und auch ihnen entfuhr je eine schwarze Rauchwolke, die sich verband und dann ebenso nach Norden abzog. Können diese Dämonen also auch Leichen zu ihren Marionetten machen?
Nachdem wir eine Andacht für diese armen Seelen hielten, brachte Aedin den Vorschlag ein, aus meiner kleinen Zeltplane einen mobilen Bannkreis zu machen - natürlich willigte ich ein!

Am späten Nachmittag kamen wir endlich in der Stadt der Toten an und wurden, wie erwartet, von seiner Gnaden Khelastes eingelassen. Wie immer wirkte es so, als habe er bereits gewusst, dass wir hier auftauchen werden.
Während Aedin sich an die Umsetzung seiner Idee machte, suchten Lana und ich uns etwas anderes zu tun und bekamen den Auftrag, die Schreibstube des Geweihten auszuräumen. Dabei fiel mir ein Pergament in die Hände, welches ich für wichtig genug hielt, es auch den anderen vorzulesen.
Beim gemeinsamen Abendessen beschlossen wir, zumindest einmal die Quelle dieses dämonischen Rauches ausfindig zu machen. Seine Gnaden Khelastes kann nicht viel zu den Schwaden oder Tiros Gefühl hier her kommen zu müssen sagen, außer das ersteres aufgehalten werden wird und letzteres damit nichts zu tun habe…

11. Hesinde 1035
Ich habe erfahren, dass alle außer Lana und Tiro auf der Reise einen Albtraum hatten. Flo will als einzige nicht darüber reden.
Wir beschließen aufzubrechen, ohne unsere Pferde, und dürfen das hintere Tor direkt nutzen. Laut Seiner Gnaden sei es damals zu gefährlich für Tiro gewesen, weshalb er uns alle aufgehalten hat. Diesmal hält er Lana zurück, scheinbar ist es diesmal zu gefährlich für sie?

Zunächst sehen wir keinen Sumpf. Erst nach etwa 10 Minuten Fußweg schlägt uns plötzlich der permanente Geruch von Tod und Fäulnis entgegen. Die Bäume tragen keinerlei Leben in sich und auch Schnee sucht man hier vergebens. Aedin geht voran und tastet den Boden mit seinem Stab ab. Einmal stolpert er sogar kurz, sodass ich befürchtete, dass ihn irgendein Wesen erwischt habe, aber es war .. nur .. ein Schädel, der sich wohl um den Stab gekeilt hatte.
Obwohl die Praiosstunde gerade erst begonnen hat, wird es düster in diesem Sumpf. Vielleicht liegt es an den dichter werdenden Bäumen? Vielleicht aber auch an dem Unheil, dem wir entgegentreten... Ich habe jedenfalls seltsame Wahnvorstellungen von blutigem Boden. Mein Zustand macht mich nervös!
Dass wir Irrlichtern ausweichen müssen und ein See uns zu einem weiteren Umweg zwingt hilft meinem Wohlbefinden nicht, dann wird es auch noch neblig und wir beschließen uns aneinander zu binden.
Obwohl wir ohnehin vorsichtig sind, reicht es nicht, zu verhindern, dass Aedin am Bein von einem Grubenwurm erwischt wird. Dieser verschwindet nach einem Horriphobus desselben, aber Aedins stinkt fürchterlich. Natürlich kümmert sich Flo direkt um seine Wunde!
Ich bin mir nicht sicher, ob der Geruch tatsächlich verflogen ist oder wir uns im modrigen Sumpf einfach daran gewöhnt haben...
Als der Nebel sich lichtet, zeigt sich, dass ich mit den Wahnvorstellungen nicht allein bin. Aedin wirkt einen Gardianum und fragt, wo wir seien, er sei in einem Spiegelraum. Dieser Moment währt nur kurz und Aedin findet seine Sinne wieder. Sonderbar bleibt es dennoch alles. Wir gehen weiter, obwohl Tiro zwischendurch etwas das Gefühl dafür verliert, wo wir überhaupt hin müssen und plötzlich ergeht es Flo, wie bereits mir und Aedin. Sie stürzt in ihrer Wahnvorstellung ins Nichts, während wir mit ansehen müssen, wie sich am Boden krümmt und ihren Mageninhalt entleert.
Dann befällt auch Tiro so eine irre Vision und Aedin wirft ein, dass Nephazz dazu in der Lage sind, Albträume und Illusionen zu verursachen und in Körper einfahren können. Nun ist die Frage, ob es tatsächlich einfach ein Dämon ist oder vielleicht doch der ganze Sumpf... wir beschließen jedenfalls eine Pause zu machen, sobald wir wieder festen Boden unter den Füßen haben.
Wir finden einen gepflasterten Weg und schlagen dort unser Lager auf. Aedin breitet den zuvor vorbereiteten Bannkreis aus und alle außer mir scheinen mehr oder weniger unfreiwillig einzuschlafen. Ich halte also Wache und obwohl ich laut meinem Vinsalter 8 Stunden Wache hielt, fühle ich mich noch immer nicht müde.
Nach unserer Pause folgen wir dem Weg, bis zu einer Steinmauer, etwa in Schulterhöhe und sowohl Flos als auch mein Gefühl sagen uns, dass wir hier vorsichtig sein müssen. Wir entdecken ein Spinnennetz im Tor und Tiro und Aedin erklären gemeinsam, dass es sich hierbei um Morkan handelt, ein Spinnenwesen, das eine Dämonenpforte Targunitoths bewacht und auch Bote der Nacht des Irrsinns genannt wird. Wir suchen also einen anderen Weg rein und beim Anblick der groben Umrisse der Gebäude meint Aedin, dass ihn das alles an eine Skizze von den Steinen von Ser'rak erinnert. Diese, so Tiro, sollten nicht mehr existieren, seien sie doch 1300 v. BF untergegangen.
Wir spüren ein weiteres Beben und ein Stück der Erde scheint sich in die Höhe zu heben. Wir suchen unseren weiteren Weg und entdecken im ehemaligen Innenhof 8 Untote, die um einen Turm stehen. Mit ein paar Verletzungen gelingt es uns, alle 8 zu Boron zurück zu schicken. Auch hier entweichen ihnen diese grauen Nebelschwaden und verschwinden zum Turm. Nachdem Flo sich meine Wunden anschaut, untersuchen wir diesen Turm genauer. Erst im Kellerraum entdecken wir einen Brunnen, etwa 1,5 Schritt breit, von dem Tiro behauptet, dass wir dort rein müssen. Ohne Vorwarnung springt er dann hinein und zieht Flo mit sich, die ihn aufhalten wollte...
Aedin und ich sind ratlos, beschließen aber, dass wir sie nicht allein lassen können, binden uns zusammen und springen hinterher...