Kampf um die Familie Nagraskjaleff

Aus Liber Historium
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Zeit: 01. Rondra – 13. Travia 1033 BF Region: Neuschanz, Burg Tobelstein, Neersand, Totenmoor Beteiligte: Kylaria della Kerres, Florence Ingaldsdotir, Aedin Adersin, Tiro Nagraskjaleff, Lana Adersin-Nagraskjaleff Erwähnungen: Bezelel, Matissa Nagraskjaleff, Kratos von Ysilia, Vultur, Hetzer von Sokramor, Söhne Brogars, Tyakradane von Falkenstein, Gritten Raudups, Sewerus von Greifenfurt, Luciferios Caligatio, Rodin Khelastes

Notizen aus Aedin Adersins Journal

1. Rondra bis 5. Rondra 1033 BF

Anfang Rondra teilten Lana, Kylaria, Flo und ich uns die essentiellen Aufgaben des bevorstehenden Rituals zur Öffnung der Schatulle von Matissa auf.

  • Lana: Hesinde- und Praiosgefällige Gegenstände
  • Kylaria: Rondra-, Rahja- , Ingerimm-/Angrosch-, Boron- und Phex-gefällige Gegenstände
  • Flo: Firun-, Travia-, Peraine-, Tsa- und Efferd-gefällige Gegenstände
  • Meiner selbst: Donaria der elementaren Hexalogie

Am 5. diesen Monats trafen wir uns wieder zur Besprechung des geeigneten Ritualorts. Schlussendlich fiel unsere Wahl auf einen Humus-/Erz-Knotenpunkt, nur wenige Tagesreisen gen Osten gelegen.

5. Rondra bis 10. Rondra 1033 BF

Nachdem alle Vorbereitungen zur Reise getroffen waren, bestiegen wir einen Flusssegler, der uns den Rodasch stromaufwärts brachte. Um an unserem Zielort zu gelangen, waren wir gezwungen, einen Teil unserer Strecke zu Fuß durch die Wildnis zu nehmen. Am 10. Rondra 1033 BF starteten wir das komplizierte Ritual zur Entzauberung der Truhe.

Undefinierter Zeitraum während der anschließenden Ereignisse: Nach Vollendung der kombinierten Liturgie- und Zauberzeremonie fand ich mich mit Kylaria und Flo in einem dunklen Gewölbe wieder. Ebenso war ein kleines Wesen, eine Art Manifestation des Schutzmechanismus der Truhe, die wir öffnen wollten, bei uns aufgetaucht. Es ähnelte einer seltsamen und vertrauenswürdig wirkenden Katze, die sich in Flos Gewand einnistete. Meines Erachtens nach eine risikoreiche Entscheidung. Das Wesen selbst stellte sich als Bezelel vor, das nicht wusste, wo und warum es hier war – ihre kryptischen anderen Aussagen waren weniger hilfreich.

In der scheinbar von kulturschaffenden Wesen errichteten Umgebung mussten wir uns zuerst zurechtfinden. Außer meiner ewigen Flamme und dem Gwen-Petryl-Stein schien keine Lichtquelle zu funktionieren, also blieben wir zusammen und erkundeten das Areal. Es schien sich um eine riesige Anlage zu handeln, da wir einige Minuten mehrere Gänge entlang irrten, ohne einen einzigen Raum zu betreten.

Als erstes fanden wir eine Tür, hinter der auf magische oder mechanische Art und Weise mehrere hintereinander folgende Türen sich zeitversetzt ebenfalls öffneten und ziemlich schnell wieder schlossen. Wir wollten uns als erstes einen Überblick verschaffen, also wählten wir einen anderen Weg, es war schließlich einiges zu erkunden.

Der erste wirkliche Raum, den wir betraten, war durch Fackeln hell erleuchtet – durch unsere Leichtfertigkeit hatten wir den Eingang nicht mehr im Blick, der sich krachend mit einer Ziegelwand verschloss. Zeitgleich begannen sich unsere Schatten zu lösen und eine Form wie ein Ecliptifactus anzunehmen. Kylaria und Flo kämpften sofort mit ihren dunklen Ebenbildern, wohingegen ich versuchte herauszufinden, was hier geschah. Zum Schutz vor meinem Schatten stützte ich mich auf einige mir bekannte Annahmen – zum Einen wollte ich die dämonische Komponente von mir fernhalten – ein dahingehend modifizierter Gardianum tat sein Übriges. Leider war diese Erscheinung anders und konnte tatsächlich Magie wirken, die meinen zugegeben geringen Schutz zersplittern ließ. Das durchdringende schwarze Feuer verletzte mich zum Glück nur leicht. Es dauerte nicht lange, bis die Schattengestalten plötzlich verschwanden und sich meiner sogar vor mir verbeugend verabschiedete. Ich bin mir nicht sicher, welchen Zweck diese Begegnung hatte. Der Gang war erneut offen, doch war nichts Weiteres in diesem Raum zu finden, also sahen wir uns weiter um.

Wir kamen an einem Raum mit Lavasee, dem wir vorerst nur wenig Beachtung schenkten.

In einem Gang, der durch andauernd fliegende Bolzen unbegehbar war, konnte Kylaria ihren Rapier dazu benutzen, geschickt den Mechanismus zu stören und dadurch zu beenden. Sicherheitshalber blieb sie stehen, wodurch nur Flo und ich den nächsten Raum betraten. Zu Anfang waren viele leuchtende Zahlen zu erkennen, die plötzlich verschwanden und folgender Text sichtbar wurde: „Nur wer uns findet, findet den Weg“. Eine undurchdachten Aktion später strafte mich der Tecladoreffekt nach einem Odem Arcanum. Es war einfach zu viel Magie vorhanden, möglicherweise war alles hier magisch, eine Illusion oder gar ein Traum. Ansonsten war auch dieses Zimmer leer.

Schließlich hatten wir sämtliche Gänge probiert und entschlossen uns, den viele-Türen-Gang näher zu untersuchen. Kylaria und schließlich auch Flo schafften es nacheinander diesen Spießrutenlauf zu bestehen. Die Zahlen 42 und 1 waren unsere einzige „Belohnung“.

Der Lavaseeraum war etwas kniffliger: Ein Steinboot schien die einzige Möglichkeit zu sein, auf die andere Seite zu gelangen. Ein Zauberzeichen der elementaren Attraktion Eis zeigte keinerlei Wirkung, was meine Theorie unterstützte, dass etwas mit diesem Ort ganz und gar nicht stimmte. Als dann Bezelel in das Steinboot sprang, konnten wir durch den Wellengang erkennen, dass es einen schmalen Pfad nur wenige Finger unterhalb der Lava gab. Meinen kombinatorischen Gedankengängen folgend, habe ich die Verdrängung der Lava durch das Steinboot in Betracht gezogen und es kurzerhand in die Lava gedrückt. Tatsächlich wurde der schmale Pfad begehbar und auch diese Hürde war jetzt genommen.

Erzählung von Bezelel; ergänzt durch Florence Ingaldsdotir

Die Helden waren in einem Labyrinth gefangen und suchen, mit der Unterstützung eines kleinen Katzenwesens namens Bezelel nach ihrer Freundin Lana. -Wir waren gefangen? Ich dachte es war ein Test, seit wann wird man da gefangen? Also ich hatte mal einen Test im Bogenschießen und da hat...- *halte Flo's Mund zu*

Nachdem Eine Einbahnstraße vor den Helden lag, gingen sie noch alle anderen Wege ab, um auch sicher alles abgesucht zu haben. In einem Raum mit schlammigen Wasser und einem Festmahl auf der anderen Seite des kleinen Sees, kam Flo auf die dumme Idee, einen Weg rüber zu finden, ohne zu wissen, was sie erwarten könnte. -Na so dumm war es nicht, dank mir hatten wir eine weitere Nummer... *tse*- Trotz einiger Echsen, die auftauchten, konnte Flo sicher zurück zu Aedin und Kylaria.

Als unsere Helden einer Horde Spinnen gegenüber standen, musste Kylaria eine Pause einlegen, während Aedin und Flo hinter den Spinnen 3 Hebel fanden. Nachdem Flo die Hebel ohne Vorwarnung betätigte und nichts passierte, entschieden die Helden, weiter zu forschen.

Nach einem weiteren Einbahn Straßenschild beschlossen die 3 Helden, noch einmal die Hebel aufzusuchen und davor die Spinnen zu vernichten. Dank der Hebel konnten unsere Helden eine weitere Zahl notieren. Bevor sie zurück gehen konnten, wurden sie von 6 Höhlenspinnen angegriffen und konnten diese recht schnell besiegen. -Das war so toll! Ich hab eine zerschnetzelt und Aedin hat eine in Brand gesetzt oder hat er nur die kleinen Verbrannt? Ich war so auf meine Kämpfe konzentriert, da bin ich mir nicht mehr sicher, was bei Aedin und Kylaria los war. Oh Kylaria hat ihre Spinnen glaub ich auch zerschnetzelt. Oh und danach konnte ich mir auch noch eine Phiole Spinnengift abzapfen. *Huuuuugh* Ist die überhaupt noch da? Es war ja gar nicht echt. Ich muss nachschauen, wenn ich Zeit habe...-

Nach dem Kampf gingen die Helden weiter in die Einbahnstraße und fanden einen schwer verletzten Mann, den Flo sofort medizinisch versorgte. Nachdem der Mann verarztet war, wurden unsere Helden plötzlich durchsichtig und tauchten an einer anderen Stelle des Labyrinths wieder auf. -Meine Hand war durchsichtig-

Die nächste Hürde, die sich unseren Helden in den Weg stellte, war ein Spiegellabyrinth, was gewisse Schwierigkeiten für unseren Magier mit sich brachte. Kylaria und Flo konnten Aedin davon überzeugen, sich unter Kylaria's Umhang zu verbergen und ihn so durch das Labyrinth lotsen. Flo war leider nicht sehr erfolgreich bei ihrer Wegsuche, aber überraschender Weise hatte Kylaria sich orientieren können und schaffte es, alle sicher zum Endraum zu führen. Leider war auch der mit Spiegeln verziert, doch erneut wurden die Helden transparent. -Kylaria hat es nur geschafft, weil ich die Vorarbeit gemacht habe *hmpf*-

Der neue Ort führte unsere Helden lange durch die Gänge und Aedin, Kylaria und Flo konnten noch einige Zahlen zusammen sammeln, unter anderem eine 6 unter einem verkehrten Einhorn Bild, die sich später als eine 9 herausstellte. -Ich wäre da nie drauf gekommen....-

Ein weiterer großer Raum stellte sich zwischen unsere Abenteurer und ihrem Ziel, ihrer Freundin zu helfen, doch in diesem Befand sich ein riesiger dreiköpfiger Drache. Am Anfang des Raumes befanden sich ein Tisch mit Glaszylindern darauf und einer Schale mit Murmeln. Unsere Helden mussten das Rätsel der Zahlen lösen und schafften es schließlich, den Drachen an eine Seite des Raums zu fesseln. -Ich hätte so gerne gegen den Drachen gekämpft, aber Aedin und Kylaria meinten, dass das zu gefährlich wäre-

Als die Gruppe es aus dem Raum schaffte, wurde es schwarz und jeder der Helden wurde von Bezelel vor eine schwierige Wahl gesetzt. Unsere Helden entschieden sich, ihre Freundin Lana zu retten und wurden aus dem Labyrinth entlassen. Aedin war bereit, ein Dämonentor zu öffnen, Kylaria folgte Tiro und drehte Rondra dadurch den Rücken zu und Flo tötete einen Praiosgeweihten. -Was in der Globule passiert, bleibt in der Globule!-

Lana erzählte dem Rest der Gruppe, dass sie 24 Stunden ohnmächtig waren und sie bereits die Kiste öffnen konnte. Darin befanden sich die Überreste eines Kätzchens und Ein Amulett, das Lana bereits an sich genommen hatte. Während der Aufgabe im Labyrinth war Lanas Bruder Tiro aufgetaucht und erklärte, dass er mit dem Amulett Lanas und seine Mutter aus den Fängen von Kratos befreien könne. Da es bereits spät war, legte sich die Gruppe schlafen. -Bezelel *schnief*-

Am nächsten Morgen tauchte Kratos vor der Gruppe auf. Er gibt Aedin und Tiro die Aufgabe zusammen mit einer Begleitung etwas zu besorgen und Fo, Kylaria, Lana und eine weitere Begleitung mussten sich auf den Weg zu Kratos Burg machen, um das Amulett gegen Matissa auszutauschen. Die Frauen machten sich sogleich auf den Weg.

Auszug aus Lana Adersin-Nagraskjaleffs Tagebuch

25. Rondra 1033

Natzungen

Ich habe einen wohl ziemlich guten Astraltrank erworben - hoffentlich hat mich der Kerl nicht über den Tisch gezogen. Wieso mache ich mir darüber überhaupt erst jetzt Gedanken?... Egal. Kylaria und Flo gingen ebenfalls ihren Angelegenheiten nach und am Morgen reisten wir mit Vultur weiter die Reichsstraße entlang, bis wir in Natzungen ankamen und uns dort eine Schlafgelegenheit suchten. Eine Gelegenheit, das Amulett in Ruhe zu analysieren, habe ich übrigens immer noch nicht gefunden.

27. Rondra 1033

Nähe Wehrheim

Die Stadt haben wir so schnell es ging hinter uns gelassen, immerhin wollten wir uns nicht noch mehr Probleme aufhalsen. Wir kennen schließlich unsere Wege, die führen immer und überall im Slalom an seltsamen Leuten und Geschehnissen vorbei. Hier draußen übernachtet es sich aber sicher auch gut.

30. Rondra 1033

Altnorden

Nachdem wir gestern in Menzheim übernachtet hatten, machten wir es uns heute nach einer Rast bei einem Wegstein in Altnorden gemütlich. Natürlich konnte ich es nicht lassen, das zubereitete Essen von Vultur mittels Odem zu durchleuchten, doch entgegen meiner Erwartungen scheinen sich zumindest keine magischen Gefahren darin zu befinden. Und da ich auch jetzt noch lebe und unter keiner Atemnot leide, wird es wohl auch nicht vergiftet gewesen sein. Dafür habe ich andere interessante Entdeckungen gemacht - in seiner Hosentasche befindet sich etwas Magisches und auch in seinem Rucksack. Dabei handelt es sich um einen seltsam durchscheinenden Kristall, den ich anfangs nicht so recht anfassen wollte. Aber ich glaube, das kann mir niemand verübeln, bin ich doch in der Vergangenheit zu oft dämonischen Gegenständen anheim gefallen worden. Aber nun denn, eigentlich wollte ich ja noch einen Analys drauf sprechen, aber ich fand keinen passenden Ort und da mich der Wirt auch schon bat, den Weg nach draußen anzutreten, habe ich die Gegenstände widerwillig zurück an ihren Platz gebracht.

01. Efferd 1033

Espen

Der Rondra, oder die Rondra? zieht vorüber. Kylaria's Anblick ist ohne ihren Rondrakamm immer noch ungewohnt - und seien wir uns mal ehrlich, wer wäre da nicht neugierig, weshalb sie sich von dem Schwert getrennt hat? Zumal ich glaube, dass sie sich einen äußerst ungünstigen Zeitpunkt dafür ausgesucht hat, aber sie wird schon wissen, was sie damit bezweckt. Flo hat im Praiostempel auch die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da ihre Hand nach einer Spende taub wurde. Ob Praios die Anwesenheit von Laris gespürt hat? Oder gar gesehen? Immerhin sagt man, dass Praios Auge jeden Fehl erkennt... aber möglicherweise hat Flo auch nur mal wieder an etwas geleckt. Hoffentlich nicht an den goldenen Statuen! Übrigens hat sie ein Gerücht über eine Elfe aufgeschnappt, aber Kylaria und ich haben ihr klar gemacht, dass wir dafür nun wirklich keine Zeit haben. (Ich sag es doch, unsere Wege führen Slalom um solche Dinge herum!)

02. Efferd 1033

schwarze Sichel

Nachdem wir am morgen bei einem Wasserfall einen toten Mann aufgefunden und dafür gesorgt hatten, dass sich jemand darum kümmert, sind wir weiter Richtung schwarze Sichel gereist. Auf dem Weg in das Gebirge haben wir anschließend vermehrtes Rascheln in den Büschen wahrgenommen und Kylaria sah vor ihrem Auge ein Bild eines Wolfes mit einem seltsamen Pfeil im Maul. Sie interpretierte das Bild als Warnung und brachte es mit Belshirash in Verbindung.

03. Efferd 1033

schwarze Sichel - primitiv wirkende Zwergenbinge

Flo hatte in der Nacht ein totes Reh gefunden, in dem ein Pfeil steckte, wie Kylaria ihn gesehen hatte. Nach meinem Odem, der besagte, dass es sich dabei auf jeden Fall um etwas Magisches handelte, steckte Kylaria diesen in ein Tuch eingewickelt ein. Wir waren uns zwar einig, dass, wer auch immer diesen Pfeil dort hinterlassen hatte wollte, dass wir genau das tun... doch warum auch immer hat niemand widersprochen. Im Laufe des Tages mussten wir auch noch eine seltsame Schlucht überwinden, in der viele Seile gespannt waren und fochten einen kurzen, aber siegreichen Kampf gegen die Hetzer von Sokramor. Es war fast schon erleichternd, in das Höhlensystem der Zwerge, die uns nun weitere Hilfe bieten sollten, einzutreten. Allerdings stellten diese sich als eher primitiv heraus und waren definitiv keine so guten Handwerker, wie wir es gewohnt waren. Aber zumindest konnten uns hier diese Wolfsleute nicht mehr auflauern.

04. Efferd 1033

schwarze Sichel - primitiv wirkende Zwergenbinde

In der Nacht wurden die Zwerge und auch wir von "Steinfressern" (meinten sie Wühlschraten?) heimgesucht, da die stämmigen Kerle unsere Hilfe aber nicht wollten, verbarrikadierten wir uns einfach im Raum. In der Früh aber holten sie uns und wir begaben uns durch die Höhlensysteme, da sie den angegriffenen Bereich aufgeben wollten. Sie nennen sich übrigens "Söhne Brogars" und glauben an "Ingra". Außerdem wollten sie nichts davon hören, dass es noch andere Zwerge gibt, denn in ihren Augen sind sie die einzigen auf Dere. Wir beließen es dabei, schließlich wollten wir sie nicht verärgern. Warum auch immer wurden wir anschließend von einem der Zwerge zu einem Kampf herausgefordert, den, ich konnte es kaum glauben, Flo ausschlug. Kylaria hingegen sagte nicht nein, was mich wiederum nicht verwunderte, und gewann den harten Faustkampf. So soll es sein! Nieder mit den engstirnigen Söhnen Brogars!

09. Efferd 1033

Burg Tobelstein

Nachdem wir es Dank der Zwerge endlich aus dem Gebirge geschafft hatten, ließen wir Vultur vorerst in einem Dorf vor der Burg Tobelstein zurück. Die Herrin der Burg ist übrigens aktuell Tyakradane von Falkenstein, die, Kylaria hat uns an ihrem Wissen teilhaben lassen, hierher verbannt wurde. Auf jeden Fall wurden wir recht freundlich von ihr empfangen, sie war schließlich vom Treffen mit Kratos im Bilde, und redete und redete und redete... Nein wirklich, sie war sehr nett, aber ich habe kein Wort von dem mitbekommen, was sie gesagt hat. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt, mir zu überlegen, wie ich Kratos entgegentreten sollte. Ausgemalt hatte ich mir ein hohes Kinn, einen undurchdringlichen Blick und die stille Nachricht, dass ich mächtiger sei als er. Natürlich kam es anders, ich gestehe, der Mut hatte mich zeitweise verlassen. Aber das wollen wir nicht weiter ausführen. Am Abend traf ich dann endlich wieder auf Kratos, er saß auf seinem Thron wie damals und sah auf uns herab. Zumindest glaube ich das, denn auch diesmal verbarg er sich im Schatten. Er wirkte unantastbar, mächtig und erhaben. Und genau das war es, was mich so ärgerte und als er mir auch noch einen Schädel vor die Füße warf, in dem mein Dämon von damals gefangen war... aber genug davon, sonst fang ich an, mich zu vergessen und wüste bornländische Beschimpfungen aufzuschreibe. Der Tausch ging nach einigen Worten und einer kurzen Bedenkzeit über die Bühne und ich sah sie das erste Mal seit 25 Jahren. Meine Mutter. Sie wirkte, als würde sie in einem erholsamen, traumlosen Schlaf verweilen. Ich wagte nicht, sie mir näher anzusehen. Ihr Haar, das anders als meines eine dunkle Farbe hat, die zierliche Statur, ähnlich meiner... Schluss! Ich schweife schon wieder ab. Du musst mich ja schon für total verweichlicht halten. Bei Kratos habe ich diesmal auch endlich meinen ersten Triumpf errungen! Ich sah seine linke Hand, als ich ihm das Amulett hineinlegte, berührte diese sogar und prägte mir jede einzelne seiner 4 Narben, die sich von der Handfläche bis zum Unterarm zogen, ins Gedächtnis ein. Zumindest würde ich ihn nun erkennen können, wenn er jemals vor mir stehen sollte. Wir wollten anschließend gehen, Flo, die in der Zwischenzeit in der Küche gekocht hatte, war schließlich auch wieder zurück, doch dann holte mich Kratos aus der Sicherheit heraus, in der ich mich gefühlt hatte. Er verlangte ein Opfer. Zu gerne hätte ich es ihm gegeben. Zu gerne hätte ich den Dolch, den er mir hinhielt, in sein Herz gerammt. Doch den einen Moment, den ich zögerte, nutzte Kylaria aus und zog mich aus seiner Reichweite. Ich konnte gerade noch nach dem Dolch greifen und der Augenblick der Rache flog an mir vorüber.

Nun sitze ich im Gasthaus des Dorfes, schreibe dir aufgewühlt meine Erlebnisse auf und bin immer noch unschlüssig, ob ich es tun sollte. Es wäre nicht schwer, sich unbemerkt aus dem Zimmer zu schleichen. Kylaria und Flo sind zwar sehr aufmerksam, doch ein oder zwei gesprochene Somnigravis...

Auszug aus dem Diarium der Rondrageweihten Kylaria della Kerres

10. Efferd 2525 Horas

Gleich heute Morgen konnten wir unsere Gemeinschaft wieder vollzählig wissen. Aedin teilte uns noch mit, dass er und Tiro mit einem fliegenden Teppich hergereist seien. Was es damit auf sich hat, werde ich ein andermal erfragen. Tiro ist auffällig schweigsam - nicht verwunderlich nach allem, was so passiert ist. Aber immerhin haben wir seine Mutter zurück. Nun fragt sich nur noch, wie wir sie wieder wecken. Da wir bisher ohnehin keine Idee haben, wo wir dazu hin sollen, beschlossen wir, den Auftrag von Frau von Falkenstein anzunehmen - leicht verdientes Geld und vielleicht kommt uns das nochmal zu Gute. Wir mussten also Flussaufwärts. Unsere Kräfte sparend beschlossen wir einen Kahn zu nehmen. Dass der Fuhrmann Lana dazu ein Gift einflößte, damit sie während der Fahrt schlafen würde, musste ich hierbei ausnahmsweise mal übersehen. So ist es immer noch besser, als wenn ich sie bewusstlos hätte schlagen müssen!

[...]

14. Efferd 2525 Horas

Heute Mittag sind wir entdlich in Perainefurten angekommen! Ich hatte in Betracht gezogen, den Versuch zu wagen, ein wenig mehr aus dem Silberhandel zu holen. Aber nachdem ich den Verhandlungspartner einige Momente beobachten konnte, musste ich feststellen, dass ich da nicht viel hätte machen können. So ein Vorschriften-verliebter Kerl wäre nicht leicht zu knacken gewesen. Immerhin haben wir 150 D dabei raus bekommen!

Randnotiz: aktueller Stand Reisekasse: 254 D

Viel wichtiger als das ist allerdings, dass Aedin und Flo nichts weiter über Matissas rätselhaftem Schlaf haben herausfinden können, als dass er magischer Natur ist. Aedin sagte etwas davon, dass ein weiterer Zauber darauf läge, der eine genaue Analyse verhindere. Nicht anders zu erwarten war allerdings, dass er aber gleich jemanden wusste, an den man sich diesbezüglich wenden könnte. Dieser jemand unterrichtet an einer Schule in Neersand. Damit ist unser nächstes Ziel klar!

weitere Randnotiz: Bote nach Espen Leiterwagen -25 D Esel - 20 D /209 D

[...] 17. Efferd 2525 Horas

Die Leute von Schilfend bekommen offenbar nicht viel Besuch und selbst offenbar auch nicht oft aus ihrer dreckigen Zeltstadt heraus, denn Fischbach, der Ort an den sie uns weiter schickten, scheint seit Ewigkeiten nicht mehr zu existieren. Gut, dass Matissa unter keiner physischen Krankheit leidet, die durch ein schlechtes Dach über dem Kopf beeinträchtigt wird.

[...] 19. Efferd 2525 Horas

[...] Flo drückt diesem möchtegern Alchimisten doch tatsächlich ihr Gesicht in den Bart... versteh das mal einer. Zum Glück war Tiro schnell genug, sie da gleich raus zu holen! Der Hafen von Vallusa ist nicht ohne, allerdings lassen die Kapitäne ihre Dienste ordentlich kosten. Zum Glück haben wir es nicht so eilig und haben ein günstigeres Angebot ausfindig gemacht.

[...]

23. Efferd 2525 Horas

Endlich in Neersand! Der Strudel vorm Hafen ist sehr beeindruckend, aber auch besorgniserregend. Aber unser Ziel lag woanders, nämlich in der Schule der Beherrschung ein paar Meilen nördlich. Diese Schule scheint auf soliden Grundlagen gegründet und bringt jedem Kind der Umgebung lesen und schreiben bei, so es die Bereitschaft dazu zeigt. Ich habe der Spektabilität einen kleinen Betrag gespendet, um einige mehr aufnehmen und versorgen zu können. Gegen Abend kehrte Sewerus von seiner Expedition zurück. Für seine Dienste hoffen die Spektabilität und er auf unsere Zusammenarbeit. Aedin bekam ein paar Artefakte, die von Greifenfurt zuvor gefunden hatte, um diese zu analysieren. Flo hilft in der Küche und im Garten. Wir wurden außerdem dazu angehalten, einige Regeln zu befolgen und unsere Waffen zu verhüllen, fast so als wären wir grobe Barbaren, die bei jedem Furz einen Streit vom Zaun brechen würden. Aber ich widersprach nicht. Ihr Haus, ihre Regeln... und vermutlich ihre Vorurteile.

24. Efferd 2525 Horas

Sewerus hat uns eröffnet, dass es sich um einen sehr komplizierten Zauber handelt, der auf einer Substanz im Körper fußt, für deren Austreibung wir 5 Blutlilien inkl. ihrer Zwiebeln benötigen. Diese Wachsen nur im toten Moor im Norden. Gerade dem toten Moor, in dem Targunitoth ihr Unwesen treibt... Es hilft nichts, Morgen geht die Reise weiter, Lana und ihre Mutter werden aber in Neersand bleiben. 25. Efferd 2525 Horas

Aedin berichtete mir von knechtenden Kopfschmerzen, die von einer dämonischen Magie ausgeht. Mein Versuch ihn zu Exorzieren half leider nicht, stattdessen hörte ich ein fieses Lachen. Wie sich herausstellte handelte es sich dabei um einen Balerek, der von außen Einfluss auf ihn nahm. Ich werde mich genauer damit beschäftigen müssen. Besonders mit Wegen, auch solche Dämonen in die Niederhöllen zurück zu schicken! Vor allem, da Flo, während Aedin und Tiro uns den einen Dämon vom Hals schafften, einen weiteren entdeckt hatte, offenbar einen Spionage-Dämon, ein riesiges Auge mit Flügeln, welches laut Aedin nicht mehr könne, als spionieren.

[...]

30. Efferd 2525 Horas

Tiro ist umgekippt.. er sieht furchtbar krank aus... Endlich sagt er uns woran das liegt... seine Zeit ist fast abgelaufen... Randnotiz fett gekritzelt: 1. Hesinde

[...]

05. Travia 2525 Horas

Heute Nacht bin ich aus dem Schlaf geschreckt, um mich einem Dolch gegenüber zu sehen. Zumindest dachte ich das. Stattdessen bin ich nochmal aufgewacht, als mich der vermeintliche Dolch erstach. Woraufhin mich eine männliche Stimme warnte. War dies Iribaar? oder wohlmöglich Belhalar? Ich sollte schnellstens wieder zu Rondra finden...

9. Travia 2525 Horas

Kurz vor der Stadt erwarteten uns bereits ein paar Diener der Dämonenfürsten. Allerdings konnten wir sie beide töten. Die Stadt der Toten selbst ist weniger eine Stadt denn eine von den 12en gesegnete Mauer und ein Boronanger, der als Bollstation vor dem Totenmoor liegt. Der einzige Ansässige; seine Gnaden Rodin Khelastes. Dieser gab uns ein Buch über die Blutlilie und gibt und Obdach in seinem Heim.

eilig geschriebener Nachtrag: Der Boroni hat uns doch tatsächlich in der Nacht geweckt. Wie es aussieht hat ein Magier - offenbar ein Iribaar-Paktierer - Tiro aufgelauert und wollte ihn töten. Wir konnten ihn allerdings stellen und werden uns morgen näher damit beschäftigen.

10. Travia 2525 Horas

Eigentlich wollten wir los, während Tiro zurückbleiben und seinen Pakt zu brechen versuchen wollte, ohne uns zu erlauben, ihm zu helfen. Rodin weigerte sich allerdings uns gehen zu lassen, ehe Tiros Pakt gebrochen ist. Zur Vorbereitung gab er mir sein Tagebuch. Nachfolgend also ein paar Notizen zum Paktbruch: - Paktierer zeigen Schwäche auf geweihtem Boden, dem man aber mit einem bestimmten Schlaf entgegen wirken kann - es erfordert Mut, einen Paktbruch auszusprechen. Rodin gibt einem Paktierer im Normalfall die Chance dazu, macht dieser jedoch einen Rückzieher, wird er direkt an die dafür zuständigen Kräfte weiter. Desweiteren rutscht der Paktierer mit diesem Rückzieher direkt einen Kreis tiefer in die Niederhöllen. - optimaler Zeitpunkt: kurz vor der nächtlichen Praiosstunde, da der Erzdämon den ganzen folgenden Tag bis zur darauf folgenden Morgendämmerung Zeit hat, die Seele zurück zu gewinnen. - Warnung: trotz gelungenem Bruch könnte der Paktierer sterben. Dabei würde Rodin zumindest sicher gehen, dass seine Seele bis an Uthars Pforte gelangt. Aber selbst, wenn er überlebt, so kann es sein, dass er nicht mehr der Alte ist. Er könnte den Verstand verlieren oder vergessen, wer er eigentlich ist.

11. Travia 2525 Horas

Heute ist es soweit.. wir warten noch bis kurz vor Mitternacht. Wir haben alles uns zur Verfügung stehende gemacht, um ihm beistehen zu können.. Möge Iribaar uns seine Armeen auf den Hals hetzen!

13. Travia 2525 Horas

Es sind diverse Zeilen mit angefangenen Sätzen begonnen, die dann aber bis zur Unkenntlichkeit durch gestrichen wurden: Tiro hat seinen Pakt gebrochen - allerdings auf kosten der Seele seiner Mutter… dabei hatten wir sie gerade erst aus Kratos' Fängen befreit. Tiro hat sein Gedächtnis verloren und Rodin, der dies als Segen Borons ansah, betrachtete dies als Zeichen und bot an, ihn solange nötig und gewollt bei sich aufzunehmen. Ich hoffe er kann sich eine bessere Zukunft aufbauen.

Lana scheint von der Situation überfordert, hat sie doch ihre Mutter und ihren Bruder zugleich verloren. Ich hoffe, die kommt wieder auf die Beine.

Ein Brief von Kylaria della Kerres an Nepolemo ya Torese, Meister des Bundes

[....]Folgendes habe ich aus dieser Erfahrung zu berichten: Ich bin mir nicht sicher, ab wann wir uns schon in den Fängen Iribaars befanden, aber die Nähe zum Totenacker schien Targunitoth auf die Bildfläche zu locken. Ob ihr Angebot, Iribaar für uns loszuwerden, nun echt war oder nicht, lässt sich unmöglich sagen. Allerdings lässt sich im Nachhinein feststellen, dass es direkt danach los ging. Sahen wir doch Dinge, die nicht sein konnten, Dinge, die unseren tiefsten Ängsten zu entspringen schienen. Vor allem aber musste der Paktbrüchige unter den Einflüsterungen leiden, bis dass er anfing, sich selbst Leid anzutun. Nachdem das alles nichts wirkte, begann unsere Zufluchtsstätte zu zerbrechen und in dem umliegenden Moor unter zu gehen. Wir waren also gezwungen uns in den zuvor aufgekommenen Nebel draußen zu flüchten. Ich weiß nicht, wie es uns möglich war, dann doch etwas in der Ferne zu erkennen, aber wir sahen Heerscharen von Dämonen auf uns zukommen, angeführt von einem Azzitai. Auf der Mauer zwischen ihnen und uns waren allerdings zwei meiner Gefährten, sodass seine Gnaden Khelastes uns gebot, in des Praktbrüchigen Traum einzudringen, um ihm zu helfen - natürlich mit seiner Hilfe. Dort standen wir einer 24 Schritt langen Schlänge entgegen, mit Fängen so groß wie ein Schwert, welches sich gerade an unserem Schutzbefohlenen zu schaffen machen wollte. Gemeinsam und unter Aufbringung unserer gesamten Kräfte, schafften wir es diese Schlange zu bezwingen. Dummerweise schien das auch ein Zerbrechen des Traumes oder der Welt in der wir uns befanden in Gang zu setzen. Eine Tür, an der Stelle, an der wir zuvor erschienen waren, zeigte uns den einzigen Ausweg. Entgegen unserer Erwartungen waren nach durchtreten dieser Tür allerdings weiterhin in dieser zerbrechenden Ebene. Der Himmel zerbarst und lies immer mehr Spiegelscherben auf uns herunter stürzen. Dahinter der unbarmherzige Blick eines Dämonenfürsten - zumindest mutmaße ich das. Diese Scherben allerdings waren nicht nur irgendwelche Scherben, es waren gläserne Fallen Iribaars. Denn als eine den Paktbrüchigen traf, war dieser nicht verletzt, sondern in der spiegelnden Scherbe gefangen. Wir versuchten alles, um ihn da raus zu holen, bis vorher genannte Gefährten uns entgegen kamen. Eine davon tauschte den Platz mit dem Paktbrüchigen - ihrem Sohn, um Missverständnisse zu vermeiden - und verblieb dort. Seine Gnaden Khelastes wies uns darauf hin, dass wir gehen müssten, sonst wären wir alle hier verloren. Also waren wir gezwungen sie zurück zu lassen.

Wir wachten auf, in Betten um seine Graden herum aufgereiht. Der Pakt war gebrochen. Allerdings hatte es dem Brechenden sein Gedächtnis und seine Mutter gekostet, denn diese war von ihrer Seele verlassen.

Hiermit weise ich Euch erneut darauf hin, dass es durchaus möglich ist, auch einen Paktierenden aus den Fängen der Dämonen zu befreien. Ganz ohne ihn zu töten. Je mehr wir aus ihren Fängen befreien und hinter den schützenden Schild Rondras bringen können, desto mehr werden sich unserem Zwecke anschließen![...]