Innere Dämonen

Aus Liber Historium
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Zeit: 05. Phex 1060

Region: Gareth

Beteiligte: Thalion Kalchas Beryllus von Vinsalt, Ragnar Raganson und Rhajid ibn Ta'ir

Erwähnungen: Bezelel

Geschichten von und zu Neuschanz

5. Phex 1060

Wachen in der Herberge Schwert und Panzer auf. Und obwohl Alice gestern noch angedeutet hat, Hilfe von uns zu wollen, kommt sie nicht zum Frühstück. Wir schauen nach und finden nur noch einen Brief:

An Ragnar, Rhajid und Thalion

Ich konnte mich nicht entscheiden, in welcher Reihenfolge ich euch nenne. Ich will ja auch nicht, dass sich jemand weniger wichtig vorkommt als die anderen! Also habe ich mir Gedanken gemacht und wollte erst nur sowas schreiben wie: „An die drei Männer“ aber das kommt blöd. Noch schlimmer wäre ein „An meine drei Männer“ gewesen. Aber um darauf zurückzukommen, wie ich mein Problem gelöst habe, aber vielleicht ist es euch auch selbst aufgefallen…? Auf jeden Fall habe ich sie alphabetisch sortiert und schreibe das jetzt nur, damit ihr euch keine unnötigen Gedanken darüber macht! Aber das war schon ne heikle Sache. Ich musste mich dann noch entscheiden, ob ich nur eure Vornamen nehme oder die Titel oder was weiß ich… komplizierte Angelegenheit.
Aber vielleicht sollte ich endlich das schreiben, was ich euch mitteilen will. Ich weiß zwar, dass die Nachricht hier total unnötig ist, weil ich ja eigentlich geplant habe, dass ihr sie gar nicht lest, aber nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass ihr sie doch lest. Ihr wüsstet doch sonst gar nicht, dass ich weg bin. Oder es wäre euch doch aufgefallen, aber ihr hättet vielleicht sonst was gedacht. Dass ich entführt worden wäre?! Wäre nicht das erste Mal… Damals, ich weiß gar nicht, wie alt wir waren. Moment. Das ist doch gar nicht wichtig für diese Nachricht? Also, was ich eigentlich schreiben wollte ist… also ich denke alleine für diesen Satz hätte Kylaria mir einen schrägen Blick zugeworfen und beim Anblick der restlichen Zeilen den Kopf geschüttelt. Sie ist immer so drauf, wenn ich ihr einen Bericht abliefere und dann fängt sie an meine Texte durcheinanderzubringen, indem sie Dinge wegstreicht oder korrigiert. Einmal, da hat sie in einem ganzen Brief nur einen einzigen Satz stehen gelassen! Ein Wahnsinn, oder? Sie meinte, ein einziger Satz hätte gereicht, das mitzuteilen, was ich wollte. Ich glaube ihr nicht!
Und wo wir gerade bei Kylaria sind und weiterführend an Rondra denken und somit dann bei dir landen, Rhajid: Selbstverständlich habe ich meine morgendliche Wäsche betrieben. Im Dunkeln, wohlbemerkt, weil die Sonne noch nicht aufgegangen ist! Also mit Laterne. Aber das war gruselig. Aber egal. Falls ihr das doch lest, bevor ich zurückkomme, was nicht passieren sollte, weil ich mich beeilen werde: Ich wurde nicht entführt und werde mich beeilen, zu Sonnenaufgang zurück zu sein.
Eure Alice

Wir gehen also zum Rondra Tempel, weil sie ihn gestern erwähnt hat.
Sehen Leodor von Gareth, den kennen wir bereits, also sprechen ich ihn an. Er hat mit ihr geredet und sie hat dann nach dem Hesindetempel gefragt. Gehen also dort hin.
Hat die Bibliothek aufgesucht.
Ereignisse in der Nähe, möglichst düster und gefährlich. Bibliothekar hat ihr 3 Schriftstücke überreicht.
War heute Morgen nochmal hier und hat die drei Schriftstücke nochmal verlangt und etwas daraus abgeschrieben.
Wir schauen uns die Schriftstücke ebenfalls an und lassen uns dann eine Kopie von allen Schriftstücken machen.

02. Praios 1060; der verwunschene Ort

Es gibt sie. Diese alten Mysterien, die seit mehreren Generationen erzählt werden. Eines davon ist der verwunschene Ort. Niemand weiß, was genau sich darin befindet, aber wir alle wissen, was diejenigen dort suchen. Das, was sie am meisten begehren. Manche wünschen sich die größten Schätze, andere die Fruchtbarkeit. Man sagt, darin kann alles gefunden werden, aber es muss ein wahrer und reiner Wunsch sein, sonst ereilt dich der Tod, bevor du den Ort überhaupt betrittst. Einer starb an einem Blitzschlag, ein anderer wurde von einem Bär zerfleischt. Aber was ist mit jenen, die eingelassen wurden? Möglicherweise hat sie ein viel schlimmerer Tod ereilt. Oder sie haben so etwas wie ein Paradies gefunden. Wir werden es vielleicht niemals erfahren, aber eines ist sicher. Darin haust eine Gefahr, die bedrohlicher nicht sein könnte: Du selbst.
Solltest du jener sein, der dumm genug ist, diesem Mysterium auf den Grund gehen zu wollen, so lasse ich dir zumindest die überlieferte Wegbeschreibung und einen Hinweis zukommen:
„Folge der Reichsstraße bis Nattersquell,
gehe dann nach Norden, aber schnell.
Blicke nicht zurück, bis du sieht den See,
dreh dich dreimal im Kreis, fallen wird Schnee.
Spuren führen dich durch die Dunkelheit,
dann ist der Eingang wohl nicht mehr weit.
Doch hüte dich, denn nur wer kennt sein Ziel
wird überleben und gewinnen das Spiel.“

Außerdem ist der Eingang nur nachts passierbar.

Solltest du den Ort finden und lebend zurückkommen, so berichte doch bitte darüber. Die Götter mögen dir beistehen.

Bericht des Praiosgeweihten Odilon Greifax vom 2. Firun 1060

Es ist wieder geschehen. Obwohl jeder weiß, dass die Dämonenbrache ein Ort ist, der gemieden werden soll, hat sich jemand dorthin verirrt.
Der einheimische Schmied Adilus Ambusstreu wurde am 1. Firun 1060 am Rande der Dämonenbrache gefunden. Wie auch die Verstorbenen davor deutet alles darauf hin, dass er sich selbst das Leben nahm. Unter seinen blutigen Fingernägeln wurden Hautfetzen gefunden und sein Hals war komplett aufgerissen. Er muss langsam und qualvoll verblutet sein.
Auf die Frage des Warums konnte ich bis heute keine Antwort finden. Aber dieses Mal gibt es eine Zeugin. Eliana Ambusstreu, die Gattin des Verstorbenen, berichtete Folgendes (Es wurde bei der Niederschrift darauf verzichtet, die Pausen und das Geschluchze zu berücksichtigen):
„Als ich aufwachte, war mein Mann nicht da. Es war mitten in der Nacht und wir waren gemeinsam eingeschlafen. Wieso sollte er aufstehen? Ich wusste es nicht, aber auf dem Nachttisch lag ein Zettel. Eine Karte. Sie führte südlich in die Dämonenbrache und ich ahnte schlimmes. Sofort brach ich auf. Aber da mir niemand glauben würde, ging ich alleine. Vermutlich war das ein Fehler, aber ich hatte Angst.
Ich wollte gerade das sumpfige, verseuchte Gebiet betreten, als er mir aus dem dunklen Nebel entgegentaumelte. Seine Hände voller Blut und sein Hals – es war furchtbar! Er fiel in meine Arme und röchelte mir einige wirre Worte entgegen. Dass in seinem Körper ein Parasit sei und er ihn habe herausholen wollen. Und dass es ihm leid täte.“
Die weitere Vernehmung musste wegen der psychischen Verfassung der Zeugin auf einen anderen Tag verschoben werden.
[Die erwähnte Karte mit dem genauen Standort in der Dämonenbrache liegt bei]

05. Praios 1060; Der dunkle Tod

Ich habe ihn gesehen. Den dunklen Tod, der auch der Unsichtbare genannt wird. Klingt verrückt? Ist es auch. Aber ich schwöre bei den Göttern, ich habe ihn wirklich gesehen. Und ich habe überlebt. Als einziger. Meine gesamte andere Gruppe, bestehend aus einem duzend Söldnern, wurde in Stücke gerissen.
Nachdem wir seinen Spuren bis in den Reichsforst folgten, schlugen wir unser Lager in der Nähe der Burg Falkenwind auf. Dort gab es Verpflegung und bei Schlechtwetter auch ein Bett für uns. Wir warteten, hielten Ausschau, bis wir nachts am Himmel die Flügel schlagen hörten und einen Schatten unter den Sternen huschen sahen. Das war er. Terrador. Unsichtbar, weil er komplett mit der Dunkelheit verschmolz und der sich auch nur in der Dunkelheit aus seinem Loch schlich.
Und trotzdem. Wir fanden ihn. Jede Nacht studierten wir, wo er wann zu erahnen war, näherten uns immer weiter seinem Versteck. Doch ehe wir es erreichten, holte uns der dunkle Tod ein. Wie ein Schatten, obwohl er riesig war, schlich er im Wald um uns herum. Wir hörten das Rascheln, das Auftreten seiner Füße, das Kratzen seiner Krallen. Dann war der erste verschwunden. Dann der zweite. Sie machten keinen Mucks. Sie waren einfach weg. Panik brach aus und schließlich rannte ich. Ich rannte, bis meine Füße blutig waren. Ich rannte, bis die Sträucher um mich herum mir die Haut von den Muskeln riss. Ich rannte, bis meine Sehnen nachgaben. Und dann wurde alles dunkel. Trotzdem sah ich Bilder vor meinen Augen – Bilder meiner Kameraden, wie sie in eine Höhle geschleift wurden. Bilder des Ungeheuers, das mir direkt in die Augen starrte. Und überall das Blut. Die Gedärme, die gesplitterten Knochen.
Ich habe ihn gesehen. Und ich habe überlebt.
[Es liegt eine Karte des Reichsforst bei, auf der ein etwa 5x5 Meilen Gebiet eingekreist wurde.]


Holen unsere Ausrüstung und machen uns auf den Weg zur Dämonenbrache. Dort sagt man uns, dass niemand dort war, außer dem Geweihten selbst.
Wir gehen also zurück zum Wirt und fragen ihn mal.. Der Wird sagt, sie habe am Morgen nach Nattersquell gefragt.
Wir leihen und Pferde und folgen der Beschreibung des Weges.
Folgen der Beschreibung und als wir uns drehen können wir tatsächlich Schnee sehen und darin Spuren. Wir folgen den Spuren zu einer

Dein Wunsch soll das Ziel sein,

dein Gefühl der Wegweiser,
dein Körper das Werkzeug,
dein Verstand der Lebensretter.

Gehen über dir Brücke und sehen plötzlich Ruinen.
Finden eine Treppe nach unten wo uns rote Augen aus dem Finstern anstarren. Als ich einen Schritt näher mache, springt eine Katze aus dem Finstern auf die Treppe. Sie stellt sich als Bezelel vor und fragt uns nach unserem Ziel: Alice.
Nachdem sie uns nochmal nach unserem Ziel fragt (Ragnar: Alice zu finden, Thalion: Alice finden und sie hier wegholen, Rhajid: Alice), flaniert sie vor uns her und wir folgen.
Gehen links den Gang lang und finden zunächst eine tote Ratte, wohl Bezelels. Dann eine kleine Kammer, in der 25 Striche an die Wand geritzt sind.
Ein Stück weiter ist eine doppelflügelige Tür mit einem komplizierten Mechanismus, der mir nichts sagt.

Wir gehen also weiter und ich tappe in eine Falle, die mich in einen Raum einsperrt und mich dann mit ienem Gas einschläfert. Ragnar gelingt es, mich zu befreien und ich wache auch wieder auf. Dank des Wassers aus dem Brunnen, das mir Thalion anbietet, bleibe ich auch nicht lang erschöpft und müde.

Wir gehen weiter, aber diesmal lasse ich Thalion den Vortritt.
Wir kommen in einen Gang mit diversen Zellen und am Ende die mechanische Tür. Wir öffnen eine der noch verschlossenen Türen, dahinter ein grüner Schleim und an der hinteren Wand ein Hebel.

Wir lassen das erstmal in Ruhe und gehen zur nächsten Tür, dahinter befindet sich ein humanoides Wesen mit Schlangenkörper, statt Beinen. Kurz danach geht die Tür auf, hinter der wir das Schlurfen gehört haben, und ein weiteres Viech tritt hervor. Thalion und ich töten das Schlangenviech, während Ragnar das Blobbviech beschäftigt. Seine Waffe bleibt in dessen Schleim kurz stecken. Dann konzentrieren wir uns alle auf das Blobbviech, das extrem viel Wumms hat.
Wir können beides töten und uns dann durch die mechanische Tür aus dem neu entstandenen Gefängnis befreien.
Wir gehen weiter und finden in einer Ecke des Labyrinths eine Notiz:

Dieses Wesen, Bezelel. Es ist definitiv dämonisch und dieser gesamte Ort ist von dämonischer Magie durchzogen. Meine lieben Magierfreunde, so tut euch selbst den Gefallen und verzichtet auf jegliche Hellsichtsmagie. Primerios G.

Gehen weiter bis zu einer Höhle, die noch tiefer zu gehen scheint. Dort findet Thalion einen Zettel:

In der unteren Ebene lebt eine fürchterliche Kreatur. Ich konnte sie einsperren, doch ich weiß nicht, wie lange sie dort drin bleibt. Hütet Euch vor ihr, jeder Kampf ist zwecklos. Primeros G.

Finden einen Raum mit 2 Schritt tiefem Wasser und gehen erstmal weiter und finden eine weitere Notiz:

Ich habe den Ort gefunden und ich dachte, ich wäre der erste, der ihn lebend verlässt. Aber ich habe falsch gedacht… Da ich sowieso sterben werde, werde ich meine letzten Tage dafür verwenden, denen zu helfen, die hinter mir in dieser Hölle landen. Vielleicht gelingt es dann denen, das Licht der Praiosscheibe nochmal zu sehen. Den Schlüssel zu meinen Vorräten findet Ihr im Wasser. Primeros G.

Da wir alles erkundet haben, beschließen wir die Höhle runter zu gehen, wo etwas eingesperrt wurde.
Dort drinnen finden wir ein Loch, aus dem ein gelbliches Licht scheint. Thalion sieht nach und in dem Loch befindet sich ein untotes Feuerelementar. Es ist riesig und heiß und wirft mit Lava um sich. Nahkampf hat keinen Sinn. Wir fliehen also. An einer Stelle werden wir sogar voneinander getrennt und das Viech rennt Thalion nach, der allein durch die Höhle irrt. Ragnar und ich finden derweil ein Loch, durch das wir nach oben kommen und ein weiterer Versuch in einem Magiebann funktioniert, sodass das Viech nicht folgen kann.
Oben angekommen finden wir einen Tisch auf dem eine Kerze stehe und ein Zettel liegt:

Ihr könnt Euch glücklich schätzen. Ihr habt mein Reich betreten und ich habe dafür gesorgt, dass es hier sicher ist. Also ruht Euch aus, Ihr habt noch einen weiten Weg vor Euch. Und spart Eure Lichtquelle, die habt Ihr nicht nicht nötig. Primeros G.

Am Ende des Ganges in einem Raum ist die ganze Wand voll mit einem Wort: Bezelel.
Bezelel begleitet hier jeden durch, sagt sie und wenn wir ans Ziel kommen, bringt sie uns zu unserem Ziel… keine Ahnung, was das nun bedeutet.
Ist angeblich der Wächter des Ortes.
Finden ein Tischchen mit einer weiteren Notiz:

Hier lässt es sich ganz gut leben. Die Fische aus dem Wasser sind genießbar, das Holz aus der ersten Ebene brennt. Aber ich muss irgendwann weiter und der einzige Weg führt durch die Strömung ins Ungewisse…Mal sehen, wie lange ich das Gequatsche von dieser Katze noch aushalte. Primeros G.

Dann finden wir eine Kochstelle und noch ein Stück weiter eine Art Altar mit einer Notiz:

Ich glaube, ich weiß, was das für ein Ort ist. Hier wartet nur der Tod. Ein Tod, den Skeletor Santal mit Bezelel über uns gebracht hat. Diese verdammte Katze ist auch der Schlüssel zur Zerstörung dieses Ortes. Da er diesen Ort aber nicht verlassen kann, muss er hier drinnen vernichtet werden, was zur Folge hat, dass alle, die sich in diesem Moment darin befinden, verloren sind. Und all jene, die hier verloren gehen, verlieren nicht nur ihren Körper, sondern auch ihre Seele an Bezelel. Sofern man ihm aber nicht schadet, kann er ein nützlicher Verbündeter sein. Verzeiht mir, ihr Götter, aber in der Not frisst selbst der Namenlose Fliegen. Primeros G.

Wir finden sonst nichts weiter Relevantes abgesehen von einem Schlafplatz von dem wir entscheiden, dass wir uns hier ausruhen werden. Wir haben keine Ahnung, wie lang wir schon unterwegs sind, aber wir sind erschöpft und verletzt.
Wir schlafen und fangen dann ein paar Fische – 2 um genau zu sein – für 6 Rationen, womit wir 2 Tage wieder versorgt sind.
Dann machen wir uns auf den Weg durch die Ströhmung, dort bindet sich Ragnar seine Laterne auf den Kopf, womit wir dann auch Licht haben, womit wir den gefährlichen Felsen ausweichen können. Dann wird sie Ströhmung so stark, dass wir nicht mehr aktiv schwimmen können.
Kommen in einer Höhle an, die komplett natürlich ist. Wir durchsuchen sie und finden ein Skelett, dieses hat einen Siegelring am Finger mit einem Schwert auf einer Sonne. Thalion ist sich nicht ganz sicher, aber meint das in Gareth schonmal gesehen zu haben, evtl. im Praiostempel. Thalion nimmt den Ring an sich und spricht einen Grabsegen.
Ist gewaltsam gestorben.
In einem Loch, dessen Boden das Licht unserer Laternen nicht erreicht. Ich werfe einen Stein hinein und es ertönt ein seltsames Schlabberzischen.
Wir gehen also den anderen Weg, wo wir wieder eine Notiz finden:

Ihr habt es, ebenso wie ich, gewagt, durch das Wasser zu tauchen. Und ebenso wie ich werdet ihr merken, dass es dort nicht mehr zurückgeht. Aber ich muss Euch noch weiter enttäuschen: Auch hier geht es nicht weiter. Denn der einzige Weg, der hier weiterführt, ist über dieses Loch dort drüben. Aber es ist zu weit zum Springen… wenn ich doch nur diese Leiter erreichen könnte, bevor mich dieses Viech erwischt. Ich hab keine Ahnung, was es ist, aber etwas anderes habe ich herausgefunden. Bezelel ist kein Dämon aus den uns bekannten Domänen. Woher ist er dann? Primeros G.

Wir gehen weiter durch einen Gang voller Kristalle die hübsch zurückleuchten.
Dann hören wir nochmal dieses zischen und es taucht auch ein Viech auf, das vollkommen aus Tentakel zu bestehen scheint. Ein Treffer reicht allerdings, um es davon zu scheuchen.
Gehen weiter und ein weiteres dieser Viecher floppt aus der Wand.
Wir verscheuchen noch einige davon und töten eines sogar. Wir erreichen die Leiter aus der einen Notiz und finden ein weiteres Skelett, dieses hält eine Notiz:

Ich habe es zur Leiter geschafft. Aber weiter kann ich einfach nicht mehr. Das Leben fließt aus mir heraus… Könntet Ihr bitte meiner Familie Bescheid geben? Mein Name ist Magister Primeros Gallias von Punin und meine Frau heißt Ulliana. Am besten sucht Ihr sie im Hesinde Tempel von Punin. Aber bitte sagt ihr nicht, wie ich gestorben bin. Sie würde das nicht verkraften. Sagt ihr und unserem ungeborenen Kind, dass ich sie liebe.

Unser unbekannter Helfer ist wohl tot. Ab hier sind wir auf uns allein gestellt.
Ich wirke einen Grabsegen und wir gehen weiter, die Leiter im Gepäck.
Wir schauen nochmal alles durch und in einem Gang der Höhle, in dem es wärmer ist als überall sonst, dort sitzt Bezelel und hat auf uns gewartet. Wir gehen weiter, über die Leiter und treffen auf ein kleines Mädchen. Ihr Mutter heißt Uliana. Sie heißt Gerlinde und ist wohl hier in den Höhlen geboren. Ihre Mutter ist damals hier rein, um ihren Mann zu finden.
Wir huschen vor einem dreiköpfigen Viech weg in einen Bereich der von spitzen Knochen in den Wänden geschützt wid. Sie ragen so in den Gang, dass ein Mensch gerade so durch kommt, aber das Viech nicht durch kommt.
Ihre Mutter ist verschwunden (beim letzten Aufwachen war sie nicht mehr da).
Ich sage zu ihr beim Suchen ihrer Mutter zu helfen.
Kommen bis zum „Schlafzimmer“, dort ist eine weitere Notiz:

Nachdem wir Jahre mit Bezelel verbracht haben, hat sie sich immer wieder an Dinge erinnert, die belanglos erschienen. Aber so viel konnte ich herausfinden: Dieses Wesen wurde vor etwa 1300 Götterläufen von einem Dämonenmeister Namens Skeletor Santal beschworen. Dieser wurde von dem Herrscher Kühngrimm von Wimmelquell zu Klirrruh beauftragt, einen Ort zu erschaffen, der seine frevelnden Untertanen zum Tode verurteilt. Das sollte aber zusätzlich zur Belustigung dienen, denn der Herrscher konnte die verzweifelten Todeskämpfe der Frevler durch eine magische Kugel beobachten. Die wenigen, die doch herausfanden, wurden begnadigt. Sie glaubten, die Götter hätten Erbarmen gehabt. Bezelel selbst ist der Wächter dieses Ortes und die Beschwörung muss von den Nachfahren Santals jede Generation neu durchgeführt werden. Hierzu werden lebendige Katzen benötigt, die geopfert werden, damit deren Seele Bezelel weiter an diesen Ort bindet. Bei diesem Dämon handelt es sich um kein Gefolge der bekannten Erzdämonen, sondern er ist vermutlich ein Anhänger von Aphasmayra, der Bringerin des verdorbenen Fleisches.

Es gibt eine Truhe dort, die vom Mädchen „der Schatz“ genannt wird. Wir wollen ihn erst in Ruhe lassen, als das Mädchen meint, wir sollen uns das doch anschauen, es sei für die Nachwelt, die wir wohl sind.
Darin befinden sich 2 Gemälde, eines von Uliana und Primeros und ein Bild des kleinen Mädchens vor etwas 2 Jahren. Außerdem eine weitere Notiz:

Mein Name ist Ulliana von Punin. Ich stehe im Dienst der Göttin Hesinde und bin Mutter einer süßen Tochter. Ihr Name ist Gerlinde. Als mein Mann dieses Gewölbe betrat, war sie noch behütet in meinem Bauch, doch ich musste ihm hinterher, da ich wusste, wie gefährlich es hier sein würde. Ich dachte, die Göttin würde mir beistehen auf dieser Reise und uns alle retten. Doch mein Mann war schon tot, als ich ihn fand. Und meine Tochter kam deshalb viel zu früh auf die Welt. Doch sie war eine kleine Kämpferin und als sie kräftig genug war, versuchte ich mit ihr von hier zu fliehen. Wenn ich schon meinen Mann nicht retten konnte, dann wenigstens sie! Aber der Weg zurück war versperrt und den Weg nach vorne konnte ich nicht passieren. Ich versuchte es so oft, aber jedes Mal, wenn ich dort gefangen war, musste ich mich wieder zurückziehen, da ich mich sonst in dieser Welt verloren hätte. Nun hoffe ich einfach, dass die Göttin Milde zeigt und mir den Fehler, meine Tochter in diese Gefahr gebracht zu haben verzeiht. Und wenn du schon nicht meinen Mann oder mich rettest, so bitte, ich flehe dich, oh Mutter der Weisheit, und die anderen an, so rettet wenigstens meine Tochter, Gerlinde. Ulliana von Punin

Wir gehen weiter und Ragnar und ich stürzen knapp 4 Schritt in die tiefe. Dort liegen 2 Skelette, eine Erwachsene Frau und ein Kind… Das Skelett der Erwachsenen Frau trägt ein Hesindedymbol um den Hals. Wir befürchten bei dem Mädchen, das wir getroffen haben, handelt es sich wohl um einen Geist…
Bezelel bestätigt, dass das die zwei sind und das Mädchen seit knapp 45 Jahren hier ist. Bezelel hat die Seele der Mutter gefressen, aber nicht des Mädchens, weil sie ja nicht das Spiel spielt.
Wir bergen die Skelette und betten sie zur letzten Ruhe. Ein Grabsegen reicht, um sie zu den Göttern zu schicken.

Wir gehen weiter und kommen zu einem Bereich mit grüner Flüssigkeit in Pfützen am Boden. Unsere Lichtquellen werden kleiner.
Plötzlich habe ich eine Vision:
„Die Höhlen und Gänge um dich herum verschwimmen; auch deine Freunde sind nicht mehr zu sehen. Aber dafür siehst du deinen Vater, der mit strengem Blick auf dich herabsieht: „Du Nichtsnutz! Siehst du, was du getan hast?“ Du folgst seinem Fingerzeig und siehst eine Löwin am Boden liegen. Leere Augen, aufgerissener Brustkorb. Das Herz schlägt nur noch langsam. „Ich bin enttäuscht von dir, mein Sohn. Du hast das verraten, was dir wichtig ist.“ Schließlich verschließt er seine Augen vor dir und dreht sich von dir weg, um davonzugehen. Direkt auf das grüne Wasser zu, vor dem du gerade stehst. Er steigt einfach hinein und versinkt mit einem Zischen darin, sein Mund öffnet sich schreiend, doch du siehst nur Bläschen herausschießen. Du kannst ihn noch retten, du musst ihm nur folgen und ihn vom Grund dieses Loches holen!“
Ich will ihn retten, aber Thalion hält mich davon ab auch in das grüne Zeug zu gehen. Ich komme wieder zu mir und schaue mich verwirrt um. Bezelel meint: „Fast hätte ich dich fressen dürfen.“

Wir gehen weiter und ich bekomme gerade noch mit, dass Ragnar das nächste Opfer so einer Vision wird. Er wird von Insekten gequält und wollte sich schon fast selbst umbringen.
Für den Fall segnen wir uns nun alle mit einem Harmoniesegen: MU/IN/CH um 3 bzw. 4 erleichtert für 30 bzw. 35 Minuten.

Trotzdem wird auch Thalion von einer Vision heimgesucht, sobald ich es merke, versuche ich Thalion festzuhalten.
„niemand stellt meine Autorität in Frage“ aber Thalion kann die Illusion abschütteln.

Das Licht wird schon wieder dunkler, sodass wir gerade mal direkt um uns herum etwas sehen können.
Wieder ereilen uns Visionen, diesmal jeden von uns zum gleichen Zeitpunkt.
Meine erlebe ich, wie folgt:
„Du striegelst dein neues Pferd und lächelst, als du den Sattel auf den frisch geputzten Rücken legst. Zärtlich streichst du über die Zügel und legst deinem Reittier dann auch das Zaumzeug an. Der Geruch nach Leder und Pferd durchdringt dich durch und durch und lässt dich zufrieden sein. Dann reicht Ragnar dir deinen geliebten Helm mit den Worten: „Hey, den brauchst du noch, sonst bist du einfach nicht du.“ Er grinst dich an und du bist glücklich, deinen besten Freund an deiner Seite zu haben. „Bist du bereit für das nächste Abenteuer? Du nickst und siehst zu, wie Ragnar auf sein eigenes Ross aufsteigt. Auch du stellst deinen Fuß in den Steigbügel und schwingst dich gekonnt in den Sattel. Ein Abenteuer zu Pferd mit deinem besten Freund an der Seite. Das klingt doch perfekt! Dein Blick schweift noch kurz das dritte Pferd, das hier neben euch steht – reiterlos. Egal, das Abenteuer wartet! Aber… wie verantwortungslos. Wer lässt denn einfach sein Pferd hier stehen?... (Willenskraftprobe: -1)“

„Egal. Irgendjemand wird sich schon darum kümmern. Du hast keine Zeit dafür. Du grinst Ragnar an und treibst dein Pferd in einen Trab an. Auf ins Abenteuer! Ihr reitet los und du könntest dich nicht glücklicher fühlen – einfach den Weg entlang, immer weiter und weiter mit Ragnar an deiner Seite.“

Thalion ist derweil wach und versucht mich zu wecken mit einer schallenden Ohrfeige. Meine Vision ändert sich dadurch:
„Neben euch rennt ein Pferd. Schon wieder dieses fremde Pferd... Nein, es sieht sogar so aus, als würden sich eure Pferde kennen. Sie sind öfters gemeinsam unterwegs weil… ihr drei Reiter seid. Ja, normalerweise seid ihr zu dritt. Wo ist Alice? Kaum fällt dir ein, dass du Alice finden musst, reißt du die Augen auf und merkst, dass du am Boden liegst.“

Daraufhin meint Bezelel, dass wir gewonnen hätten und sie führt uns weiter einen Weg lang, eine Anhöhe herauf zu einer Leiter, die 2,5-3 Schritt von Boden kaputt ist. Wir kommen aber dran und können uns hochziehen. Wir klettern hoch und kommen an eine Klappe, die hoch in die Ruinen führt. Wir waren schon hier… dort wo zuvor nur der Ring einer Klappe war, ist nun die Klappe.

Wir schauen uns nochmal um und mitten auf dem Platz steht Alice… Sie ist es tatsächlich. Aber nun will sie nochmal da rein, mit uns zusammen, um sich ihren Dämonen zu stellen…
Ich lehne ab und auch Thalion und Ragnar sind nicht begeistert.
Alice meint, sie wollte mit uns gemeinsam hier her, wurde aber nach dem Hesinde Tempel von einer Frau aufgehalten, die ihr Gesichtsreinigungscreme aufschwatzen wollte, bevor sie wieder rechtzeitig zurück war und hat eine Zeit lang auf uns gewartet, bevor sie dann uns nachgereist ist – zu Fuß.

Wir beschließen erstmal ein Lager vor der Ruine aufzuschlagen und uns auszuruhen. Ich werde einen langen Bericht an die Rondrakirche schreiben müssen und an den Hesindetempel berichten, um was für einen Ort es sich hier tatsächlich handelt.