Eine heiße Spur

Aus Liber Historium
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Zeit: 08. Firun – 04. Phex 1060

Region: Weg von Neuschanz nach Wehrheim

Beteiligte: Alice Donnerkrach, Ragnar Raganson und Rhajid ibn Ta'ir

Erwähnungen: Fiorella von Dornmarschen, Gawain Ulfaran (Rondrageweihter aus Wehrheim), Koschtraude von Flussmark

Geschichten aus Neuschanz

Die Truppe aus Neuschanz macht sich am 08. Firun auf den Weg nach Fasar und erlebt dabei eine Menge, da sie versuchen, Geld für Pferde zu organisieren. Unter anderem macht Ragnar bei einem Immanspiel mit und Alice und Rhajid sind im Dienste von Rondra unterwegs. Außerdem bewachen sie auf dem Weg Karawanen, erledigen Botengänge usw.

08. Firun 1060: Aufbruch von Neuschanz
14. – 20. Firun 1060: Honingen
27. Firun – 04. Tsa: Angbar
11. Tsa – 18. Tsa: Gareth
22. Tsa: Wehrheim
4. Phex: Gareth


28. Tsa 1060

In Gareth hat die Gruppe einen Auftrag der Rondrakirche angenommen, in Wehrheim herauszufinden, wer eine Bibliothek ausgeraubt und abgebrannt hat. Dort sollen sie Fiorella von Dornmarschen aufsuchen, dessen Onkel die Bibliothek gehörte und dort auch verbrannt ist. In den zwei Wochen seit dem Brand haben mehrere Leute versucht, Reste zu bergen. Die, die dort übernachtet haben, sind dabei aber durch 13 Messerstiche ermordet worden und ihr Kopf war um 180 Grad gedreht. Sie sollen auch Schatten und Ratten gesehen haben. Es werden rituelle Morde vermutet. Tagsüber scheint alles normal zu sein, aber sobald es dunkel wird, wird das Gebäude von einer seltsamen Aura eingehüllt. Im ausgebrannten Bibliotheksturm brennt auch seit 3 Tagen jede Nacht ein Licht.

Die Gruppe beginnt das Anwesen zu durchsuchen, findet aber schon im zweiten Raum eine frische Leiche, die gerade von Ratten angeknabbert wird. Beim Versuch, diese rauszutragen, bricht das Rückgrat und Alice rennt aufgescheucht herum, bis sie abhaut, um zum Borontempel zu laufen. Zwei Akolythen nehmen den Toten schließlich mit. Danach sehen sich die Neuschanzer weiter im Gebäude um.

Unter anderem finden sie etwas ekeliges stinkendes in einem Schrank und blutig eingekratzte Worte in einem Tisch: „Geht aus meinem Kopf, geht aus meinem Kopf,…“ In einem Altarraum finden sie aufgespießte Schlangenköpfe und in einem anderen Raum tote Tauben. Im Bibliotheksturm führen Treppen in das erste Stockwerk, die Treppe zum zweiten ist aber teilweise eingeschmolzen, ähnlich wie Schritte. Vielleicht von einem Feuerelementar? Es geht weiter nach oben. Dort ist wirklich alles verkohlt, weitere eingebrannte Fußspuren führen zu einer Statue: Sie ist so blank und glatt, dass man sich darin spiegeln kann und das Gesicht ist nicht zu erkennen. Ragnar starrt einige Sekunden wie weggetreten seine eigene Spiegelung und hört eine Stimme folgendes sagen:

Ich habe ein Wesen aus Feuer gesehen, ein Mädchen mit flammendem Haar.

Sie kam zu mir lächelnd im Schleier der Nacht, erst glaubte ich kaum was ich sah. Sie schien wie ein Traum von bezaubernder Art, so nah, doch der Wirklichkeit fern. Der Boden er glühte, wohin sie auch trat, so schön wie ein fallender Stern. Ich rief: „Gib mir dein Licht, gib mir dein Leuchten und gib mir dein Feuer! Gib mir die Flamme, die dich so erhellt!“

Da es hier sonst nichts mehr zu finden gibt, beschließen die Neuschanzer, sich nachts weiter umzusehen, verschieben das aber auf morgen, um sich ausruhen zu können. Am selben Abend statten sie dem Borontempel aber noch einen Besuch ab, um herauszufinden, wer der Tote ist – sie erfahren, dass es sich um einen Cousin des toten Dornmarschen handelt. Danach besuchen sie Fiorella, wo sie erfahren, dass der Onkel etwas erforscht hat, von dem sie keine Ahnung hat. Eine Tagebuchseite haben sie in der Bibliothek schon bekommen und die Dame reicht ihnen mehr. Nun haben sie folgende Informationen:

Part1

Mein Blick wird vernebelt, ein Grauschleier legt sich über mein Gesicht wie ein seidenes Tuch und nimmt mir die Sicht auf das wirklich Wichtige. Was ist wahr? Was ist falsch? Ich brauche etwas, das mich wieder sehen lässt!

Part2

Ich habe ein Wesen aus Feuer gesehen, ein Mädchen mit flammendem Haar. Sie kam zu mir lächelnd im Schleier der Nacht, erst glaubte ich kaum was ich sah. Sie schien wie ein Traum von bezaubernder Art, so nah, doch der Wirklichkeit fern. Der Boden er glühte, wohin sie auch trat, so schön wie ein fallender Stern. Ich rief: „Gib mir dein Licht, gib mir dein Leuchten und gib mir dein Feuer! Gib mir die Flamme, die dich so erhellt!“

Part3

Ihr Leib war in züngelnde Lohen gehüllt, ihr Schmuck war aus Bernstein und Glut. Ihre Augen sie waren vom Feuer erfüllt, in ihr da kochte das Blut… Sie war wie ein Märchen als sie vor mir stand, ein Leuchtfeuer in tiefster Nacht! Ihr Blick hat sich heiß in den meinen gebrannt und mein Herz entfacht!

Part4

Im Spiegel konnte ich sie statt meiner selbst sehen und so hatten wir erleuchtende Gespräche bis ich ihr versprach all mein Wissen zu teilen und sie mir ihres offenbarte. Sie weinte vor Glück heiße Tränen aus Glas und zog mich zum Tanze hinauf. Sie lachte und flog über Wiesen aus Gras, sodass Funken aufstoben. Sie war wie berauscht, von der Wildheit verführt, Zog mich ins Inferno hinein. „Ich zeige dir die absolute Wahrheit“ flüsterte sie und küsste mich heiß. Ihre Lippen sie schmeckten vom Feuer berührt, nach heißem Honigwein!

Sie quartieren sich in der versengten Gans ein und bleiben die ganze Nacht über wach. Dabei legen sie sich auch mit einem bulligen Kerl an, der sie beleidigt hat. Nach der Morgenandacht gehen sie schließlich schlafen.

29. Tsa 1060

Als sie am Nachmittag zurück zum Anwesen gehen, finden sie in einem Bassin eine verkohlte Leiche. Auch diese lassen sie von Boroni abholen. Außerdem sind die toten Tauben, die sie gefunden haben, nun ebenfalls verbrannt und Rhajid sieht sich in einer spiegelnden Fläche ebenfalls brennen, so wie Ragnar am Tag davor, und er hört:

Part5

Nur noch einmal gib mir einen Kuss, gib mir dein Licht und ich brenne für dich bis zum Schluss. Gib mir dein Licht, gib mir die Flamme, die dich so erhellt, bis mein Herz zu Asche zerfällt. Bei einer erneuten spiegelnden Statue wollen Rhajid und Ragnar gleichzeitig etwas erfahren und werden von einer flammenden Frau dazu eingeladen, ein Geheimnis zu ergründen. Ragnar kann sich losreißen, aber Rhajid starrt weiter auf sein Spiegelbild, woraufhin er an einigen Stellen Feuer fängt. Er kommt aber ohne größeren Schaden davon. Anschließend folgen sie einer Spur, die Ragnar gefunden hat – es wird immer heißer, je näher sie dem Turm kommen, weshalb sie diesen hinaufgehen.

Im obersten Stockwerk flimmert die Luft und die Gruppe sieht verzerrt, wie ein alter Mann ein Buch herausnimmt und daraus liest. Er redet außerdem mit sich selbst. Er zerbricht etwas Spiegelndes und schneidet sich dann mit Absicht den Arm auf. Als Alice ihn aufhalten will, greift etwas nicht materielles nach ihr und ihr Arm wird ganz heiß, aber sie schreckt rechtzeitig zurück. Sie verfolgen den Mann, der jemanden zuruft, aufzuhören. Weiter unten sehen sie, wie mehrere Personen flimmernd Bücher auf einen Haufen werfen und verbrennen. Dann sind alle weg. Der alte Mann aber taucht etwas weiter weg wieder auf und als er irgendwann wieder in einen Spiegel schaut, tauscht er mit der Flammenfrau den Platz. Sie streckt die Arme aus und ein Feuerstrahlt schießt auf die Gruppe zu, von dem Alice und Rhajid gestreift werden. Dann ist sie in einer Explosion verschwunden. Danach sehen sie weiter unten, wie Arbeiter, die Reste der Bücher bergen wollten, von ihr getötet werden – sie dreht ihnen den Hals um.

Rhajid stellt sich zur spiegelnden Fläche, wo der Mann nun eingesperrt scheint, und führt einen Exorzismus durch. Daraufhin bekommt der Spiegel einen roten Riss und ein Fuß tritt heraus – der Boden darunter schmilzt und die Flammenfrau manifestiert sich wieder. Sie sagt, dass sie ihr Wissen nicht bekommen und sie mit ihr verbrennen werden. Außerdem redet sie was von einem Pakt. Rhajid zieht seine Waffe und die anderen folgen – dann bekämpfen sie den „Dämon“ und schaffen es nach einiger Zeit, ihn zu besiegt. Es zerfällt und hinterlässt ein rotes, zerfleddertes Buch. Der alte Mann im Spiegel löst sich anschließend in Rauch auf. Auch die Temperatur stabilisiert sich wieder. Da das Buch megaheiß ist, kann es nicht mitgenommen werden, aber es beginnt den Boden zu schmelzen. Rhajid schickt daher Alice los, um Hilfe vom Rondratempel zu holen.

Als sie mit dem Rondrageweihten Gawain Ulfaran und einem Schmied zurückkommt, wurde das Buch mittlerweile von Rhajid langsam mit dem Weiheschwert bis zur Halle geschoben. Die Wehrheimer haben einen Behälter mitgenommen, in dem sie das Buch mit Wasser kühlen können, um es anschließend im Rondratempel zu exorzieren. Dort lassen die Neuschanzer ihre Verletzungen behandeln.

30. Tsa 1060

Rhajid schreibt einen Berichte, den Alice abschreiben muss, weil er Kopien davon braucht, und dann gehen sie zum Borontempel, um sich über den letzten Toten zu erkundigen. Sein Aussehen war nicht zu bestimmen, aber ein Siegelring konnte gefunden werden, der ihn als ein Familienmitglied von und zu Flussmark ausweist. Da das Land von ihnen auf dem Weg zurück nach Gareth liegt, wollen Rhajid, Alice und Ragnar ihnen die Kunde vom Tod und den Siegelring überbringen.

Anschließend gehen sie zu Fiorella von Dornmarschen, um ihr Bericht zu erstatten. Sie fragt, ob sie an Schriftstücken interessiert sind und Ragnar bittet um Infos über die Akademie, auf der Thalion war und zusätzlich bekommen sie eine Entlohnung. Am Weg zurück nach Gareth bringen sie die Todesnachricht zu Koschtraude von Flussmark und erfahren, dass er ein wichtiger Bote von ihr war. Er sollte ein geliehenes Buch zurückbringen.

4. Phex 1060

Die Gruppe erreicht Gareth und quartiert sich in der Herberge Schwert und Panzer ein, wo sie beim Betreten auf Thalion treffen.