Der Diebstahl der Nivilaukaju

Aus Liber Historium
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Zeit: 29. Travia – 03. Boron 1035

Region: Riva

Beteiligte: Lana Adersin-Nagraskjaleff, Amuri vom Stamm der Rika-Lie, Hagwa brai Lagertha vom Haerad Mortak, Lykvuda Eisenzwingerin von den Doppelaxtleuten, Mikail Jobdan Lonnert

Erwähnungen: Orelan von Kaltenkamm, Helmar Birkenau, Gerwulf Arres, Surjeljows Pjotr, Spektabilität Najescha Stoerrebrandt-Borsow, Schorsch, Bartox und Xobasch, Jela

Auszug aus Lana Adersin-Nagraskjaleffs Tagebuch

29. Travia 1035

Ich bin in Riva angekommen und habe der Ordo Defensores Lecturia meinen Bericht über den letzten erfüllten Auftrag abgegeben. Dabei habe ich vom Kammerherrn Orelan von Kaltenkamm eine neue Aufgabe erhalten: Ich soll eine gestohlene Statue samt dessen Kleidung finden und zurückbringen. Dabei handelt es sich um ein Heiligtum der Liska, das sich „Nivilaukaju“ nennt und nördlich von Riva aber noch vor der Akademie liegt. Laut Erzählung soll sich die Himmelswölfin Liska in einen Mann verliebt haben und beide wurden von der Ehefrau, Nivilaukaju, erwischt. Diese tötete aus Zorn ihren Mann und wurde schließlich deshalb von Liska versteinert. Klingt seltsam, wurde mir aber so erzählt.

Auf jeden Fall befand sich bei meiner Ankunft schon ein Replikat an der Stelle der Statue und ich sollte dafür sorgen, dass sie bis zum Neumond, zu dem ein Kareen geopfert werden sollte, zurück an ihren Platz war. Das Fehlen der Statue war am 27. Travia aufgefallen.

Ich erhielt noch ein Schreiben, in dem nach tapferen Helden gesucht wurde und schlief in den Räumlichkeiten der Grauen Stäbe.

30. Travia 1035

Beim Rondrator angekommen betrat ich den Kontor Kolenbrander und wurde durch Tür 4 geschickt, um mit dem Stellvertreter von Helmar Birkenau zu sprechen. Neben mir waren noch 4 andere Abenteurer beim Stellvertreter Gerwulf Arres eingetroffen. Hagwa brai Lagertha vom Haerad Mortakh, Amuri vom Sttamm der Rika-Lie, Lykvuda Eisenzwingerin von den Doppelaxtleuten und Roderyk.

Wir erfuhren, dass der Norbade Surjeljows Pjotr der war, der das Verschwinden der Statue bemerkt hatte. Also gingen wir in die undere Wyk und fragten in der Schenke Fuchsfell nach ihm. Gegen einen Silbertaler erfahren wir, dass er sich zwei Straßen weiter mit seiner Frau Dalkeshja in einem Wagen aufhielt. Die Informationen von ihm gingen mit noch mehr Fragen einher. Am Ort der Statue sah er mitten in der Nacht einen Wagen der Kolenbrander Richtung Norden wegfahren und fand statt dem Heiligtum nur 13 Stoffsäckchen, angeordnet in einem dreizackigen Stern, vor. Er warnte uns, dass wir uns nicht mit den Dieben einlassen sollten, da diese entweder sehr mächtig oder dumm seien, wenn sie sich mit den Göttern einließen. Wir erhielten eines der Säckchen und als dieses geöffnet wurde, verbrannte es samt möglichem Inhalt.

Zwei der Säckchen wurden an zwei andere Abenteuergruppen gegeben, die restlichen 10 Säckchen kaufte ich ihm um 9 Dukaten ab. Ich sprach auf einen einen Odem und anschließend einen Analys darauf. - Gildenmagische Repräsentation - Der verwobene Zauber dürfte ein Custodosiegel sein - Hinweise auf Elemente - Wurde vor 3 Tagen gesprochen - Signatur konnte ich erkennen

Als nächstes machten wir uns zum Ort des Heiligtums auf und erkennen noch teilweise die Ritzen des Sternes – sofern es sich dabei tatsächlich um einen gehandelt hatte. Uns fällt auch auf, dass die Kleidung der Kopie ebenfalls gestohlen wurde.

Wir folgten einer tiefen Wagenspur Richtung Norden, bogen dann nach Westen ab und kamen bis zur Küste, wo die Spur im Meer endete. Vermutlich wurde die Statue mit dem Wagen auf ein Boot gebracht und entweder in der Umgebung wo anders wieder abgeladen oder auf ein größeres Schiff gebracht.

Da wir hier keinen weiteren Anhaltspunkt fanden, gingen wir hilfesuchend zur Akademie und gaben die Entzauberung der Säckchen in Auftrag. Glücklicherweise werden die Kosten von den Grauen Stäben übernommen. In den Säckchen konnten wir geschriebene Zeichen erkennen, die mit Menschenblut geschrieben wurden. Aber wir mussten erst abwarten, bis alle Säckchen entzaubert wurden, bevor wir mehr darüber herausfinden konnten.

In der Zwischenzeit suchten Hagwa und Amuri die Küste nach Hinweisen ab, Lykvuda und Roderyk gingen zum Haven und ich flog das Gebiet als Falke ab. Eigentlich hatte ich ja vorgehabt, auch aufs offene Meer zu fliegen, aber du weißt ja, liebes Tagebuch, dass sich das nicht ganz mit meinen Vorlieben entspricht. Leider habe ich auf meinem Weg keine Hinweise gefunden und bin deshalb zur Bibliothek gegangen, um Nachforschungen anzustellen. Da mir die richtig interessanten Bücher aber verwehrt blieben und mir keiner der Leute dort helfen konnte, besuchte ich die Spektabilität Najescha Stoerrebrandt-Borsow und lernte dort den Magier Mikail Jobdan Lonnert kennen. Da er unsere Säckchen untersucht hatte, hatte er einige neue Informationen, die er mir später in der Bibliothek mitteilte. Gemeinsam konnten wir den Code, der darin geschrieben stand, entziffern: Kohlengruben von Ulva und außerdem noch eine Zahlenbuchstabenkombination, die uns derweil nicht weiterhalf. Wir warteten auf die anderen und beschlossen dann, am nächsten Morgen gemeinsam aufzubrechen.

1. Boron 1035

Auf dem Weg nach Ulva trafen wir auf eine andere Gruppe, die ebenfalls ein Säckchen bei sich trug. Kurzerhand tauschte Mikail zwei unserer Säckchen gegen das eine und weigerte sich fortan, uns dieses auszuhändigen. Er hielt es zu gefährlich, obwohl ich ihm versicherte, dass sich darauf kein Zauber mehr befand. Und wann hatte mein Odem jemals versagt? Hagwa versuchte alles, um ihn zu überreden, nachdem dieser aber einen Horriphobus zauberte, entlud sich meine Astralenergie in seinem Gesicht zu einer unsichtbaren Watschen. Anschließend bekam er noch eine – diesmal von Hagwa, die war allerdings nicht ganz so unsichtbar… Nachdem Mikail uns endlich das Sackerl überreicht hatte, bekommen wir einen weiteren Buchstaben für unsere Kombination und wir machen bald einen Halt unter Bäumen, um einem Schneesturm zu entgehen.

Gegen Abend treffen wir in Ulva ein und nächtigen im Gasthof „Zum Tüchtigen Fischer“ in einem Gemeinschaftszimmer. Mikail und ich unterhalten uns in der Nacht noch mit Schorsch, der sich von mir hat gestört gefühlt, als ich nachsehen wollte, ob er schläft. Mikail und Schorsch verstanden sich ziemlich gut und schlossen, warum auch immer, sowas wie eine Partnerschaft. Er verließ später das Gasthaus.

2. Boron 1035

Die Wirtin sagte, Schorsch sei nicht zurückgekommen und auch die beiden, die je ein Einzelzimmer hatten, seien schon gegangen. Nach dem Frühstück brachen wir auf zur Miene und wir schaffen es hinein, weil Mikail sich als Interessent für die Kohle ausgab. Wir fanden so auch heraus, dass die Zahlenbuchstabenkombination A37BXJ84 für einen bestimmten Bereich in den Stollen stand. Dieser war aber stillgelegt worden. Jela, die Lehrlinge von den Zwergen Bartox und Xobasch, die sich um die Stollen hier kümmerten, wollte uns zum gesperrten Bereich bringen.

Nachdem sie vorgegangen und nach einiger Zeit nicht zurückgekommen war, beschlossen wir im Stollen nach ihr zu suchen. Wir gingen also hinein und folgten den Schienen im Stollen bis zu einem Schacht mit Aufzug. Wir gingen zu Fuß hinunter und hörten unten tief drin Stimmen. Natürlich schlichen wir uns langsam und vorsichtig voran – abgesehen von Mikael, der wohl noch nie etwas von Schleichen gehört hatte. Er ging offen voran und fragte nach Schorsch. Er schaffte es, die Anwesenden, darunter Schorsch, ein Söldner und ein Typ mit schwarzer Kutte, davon zu überzeugen, dass er mit ihnen arbeitete. Wir sahen auch Jela, die bewusstlos und zusammengebunden am Boden lag. Während Mikael einen Foramen auf eine verschlossene Tür sprach, erkannte ich die Schleifspuren am Boden. War die Statue hier entlanggeschliffen worden? Die Tür ging auf und der Söldner ging voran, dann gab es ein Geräusch und ich hörte etwas fallen. Was war da passiert? Dann ging Mikael hinein, ich hörte ihn einen Horriphobus sprechen und ging davon aus, dass sich dort wohl noch jemand befand. Es gingen alle weiter und wir, also Roderyk, Hagwa und Amuri, folgten leise in einen Raum, in dem sich tatsächlich die Statur befand. Davor aber fanden wir im Weg noch den toten Söldner liegen. Mikail redet auf die Schorsch ein, während Amuri von dem Typ in der Kutte entdeckt wird und sie anschließend davonläuft. War das ein Horriphobus? Während Mikail, Schorsch und Kutti die Statue zum Ausgang bewegen, schleiche ich mich nach hinten zur Tür, durch die wohl jemand geflüchtet war. Doch der Weg wirkte länger als gewollt, also ging ich wieder zurück zu den anderen und hob die Armbrust auf, die dort am Boden lag. Vielleicht konnte man die gebrauchen, wer weiß?

Zurück bei den anderen sah ich, wie auch Hagwa bei den anderen stand und ihnen hilft. Und dann begrüßte ich Schorsch, der sich direkt zu mir umdrehte und einen Dolch auf mich warf! Ich wich natürlich aus und konterte mit einem Fulminictus, der es in sich hatte. Man warf nun mal nicht einfach mit Waffen auf mich! Dummerweise verstand sich Kutti aber auch im Zaubern und pustete kleine Steine auf mich, die sich wie ein elementares Inferno aus Steinsplittern in meinen Körper bohrten. Erst als Hagwa sich dazwischenstellte und argumentierte, wurde der Rest ruhig und Mikail schaltete ebenfalls schnell, indem er einen Tanz aufführte und so tat, als würde er mich mit einem Paralys verzaubern. Da ich im Laufe des Gesprächs merkte, dass ich wohl die Armbrust von dem Typen, der auf den Söldner geschossen hatte, bei mir trug, war mir klar, dass ich keine andere Wahl hatte. Denn einen anderen Ausweg wusste ich auf die schnelle nicht, außerdem war ich schwer verwundet. Also musste ich wohl mitspielen und blieb wie versteinert stehen… ich betete, dass der vermeintliche Druide nicht wusste, dass Mikail gar nicht richtig gezaubert hatte.

Hagwa nahm mir die Armbrust ab und danach wollte Mikail seinen geschauspielerten Zauber wieder aufheben, doch ich wollte lieber hierbleiben. Also blieb ich versteinert. Schorsch und der Druide holten derweil die Lore und Mikail so freundlich und heilte meine Wunden mit einem recht starken Balsam. Wir machten uns aus, dass ich ihnen heimlich folgen würde.

Nachdem die anderen weg waren wollte ich ihnen hinterherschleichen, hörte aber unten im Schacht des Aufzugs Geräusche. Also schlich ich mich dorthin und wurde von drei dunkel gekleideten Leuten entdeckt, wovon einer mit einem Bolzen auf mich schoss. Glücklicherweise ging dieser daneben. Ich zündete meinen Flimflam und sprach danach einen Bannbaladin auf alle drei. Es stellte sich heraus, dass sie es ebenfalls auf die Statue abgesehen hatte und diese nun somit ‚verlorengegangen‘ sei. Ich schloss mit der Gruppe aus einem Armbrustträger, einem Magier und einem Mann in Lederrüstung an, um mit ihnen gemeinsam die anderen zu verfolgen.

Hagwa, Amuri, die sich in einen Wolf verwandelt hat und die Gruppe so begleitet, und Schorsch haben einen Wagen für die Statue bekommen und waren schon unterwegs, als wir nach oben gekommen sind. Von dem Druiden war nichts mehr zu sehen, nur Mikail redete noch mit den Wachen. Ich versuchte derweil den Magier meiner Gruppe auszuschalten, indem ich einen Somnigravis sprach, doch dieser schlug fehl und sorgte natürlich für die Aufmerksamkeit meines Kontrahenten. Spontan zeigte ich auf Mikail, der noch etwas weg stand und erklärte, dass ich ihn hatte verzaubern wollen. Ich stellte mich auf einen Kampf ein, doch Mikail schaffte es auch hier mit seiner Redegewandtheit das Unglaubliche: Er schloss sich uns an.

Der mit der Armbrust blieb zurück, der Rest von uns, also Mikail, der andere Magier, der in der Lederrüstung und ich, ritten dem Wagen hinterher. Ich fiel mit Mikail zurück, um mit ihm zu besprechen, dass wir die beiden vorderen ausschalten sollten. Er hielt aber wohl nicht viel davon, einen Plan zu schmieden, denn er zauberte einfach einen Ignisphaero und ich hatte Mühe, rechtzeitig einen Gardianum zu sprechen, der uns vor der Explosion schützen sollte. Wir waren doch viel zu nah dran, wie konnte er das übersehen?! Wir hatten Glück, dass ich schnell genug zauberte. Die anderen beiden und deren Pferde aber hatten weniger Beistand. Einzig der mit der Lederrüstung atmete noch flach, weshalb ich ihm einen Heiltrank verabreichte, um zumindest sein Leben zu retten.

Weiter vorne beim Wagen trafen wir wieder auf Schorsch, Amuri und Hagwa und wir schlossen uns ihnen an, um weiter Richtung Riva zu reisen.

Nachts mussten wir anhalten, da ein Norbardenwagen mitten auf der Straße stand. Amuri verwandelte sich daraufhin zurück und Schorsch rief panisch: „Heilige Scheiße, ein Werwolf! Rennt!“ Dann sprang er vom Wagen und lief in den Wald. Hagwa und ich gingen vorsichtig voraus, kamen aber nicht weit, da wir eine Fallgrube am Boden vermuteten. Wir vermuteten die Angreifer im Wald, weshalb ich mich in diesen schlich. In der Zwischenzeit traf ein Pfeil den Wagen mit der Aufforderung, die Statue und den Wagen zurückzulassen. Natürlich taten wir nichts dergleichen… Eine Nivesin trat aus dem Wald heraus und forderte die anderen wieder dazu auf, während ich das Geschehen vom Waldrand aus versteckt beobachtete. Amuri zeigte sich daraufhin in Wolfsgestalt und der anderen Nivesin wurde klar, dass sie es hier mit einem Wolfskind zu tun hatte. Sofort schien diese Amuri zu vertrauen und insgesamt 7 Nivesen eskortierten und anschließend Richtung Riva. Es stellte sich heraus, dass sich ein Wolf in einen Menschen verwandelt hatte und dieser gesagt hatte, dass wir die Statue geklaut hätten. Nähere Informationen konnten sie uns leider nicht geben.

Vor Riva kamen uns 6 Reiter der Stadtwache von Riva entgegen, die sich nach der Statue erkundeten. Wir fanden das alles sehr suspekt und entschieden uns dazu, die Statue lieber zum ODL zu bringen. Daraufhin griffen die Gerüsteten an…

Es kamen einige Nivesen zu Tode, aber auch die Wachen überlebten den Kampf nicht. Unter anderem sorgte ein weiterer Ignisphaero von Mikail dafür. Die, die vielleicht überlebt hätten, hat Amuri getötet, obwohl ich sie versucht habe aufzuhalten…

3. Boron 1035

Als die Praiosscheibe sich zeigte, erreichten wir endlich die Akademie und somit auch den ODL. Wir gaben dort die Statue ab und gingen danach nach Riva, um mit Gerwulf Arres über den Verlauf des Auftrages zu sprechen. Ich erhielt die Kosten für die Säckchen und zwei Astraltränke zurück, sowie ein Empfehlungsschreiben der Kolenbrander.