Rückgeleit

Aus Liber Historium
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Zeit: 18. Praios - 29. Praios 1058

Region: Albernia

Beteiligte: Alice Donnerkrach und Rhajid ibn Ta'ir

Erwähnungen: Kylaria, Samiel, Culwich Neuwyk (Senach), Cian Neuwyk, Meg Uallach, Charlie, Tiro Nagraskjaleff

Geschichten aus Neuschanz

18. Praios 1058

Die Crumolds suchten in Neuschanz um Hilfe an, da ein Gefangener auf dem Weg zu Gericht geflohen ist. Kylaria bittet Alice und Rhajid, sich darum zu kümmern.

Alice und Rhajid besuchen erst Samiel in der Taverne, um von ihm weitere Informationen zu erhalten. Bei dem Entflohenen handelt es sich um Culwich Senach, einem Dokumentenfälscher, der Herkunftsurkunden gefälscht hat. Er ist etwa Mitte 40, hat einen Vollbart, dunkelbraunes Haar und ein paar Brandnarben im Gesicht. Abgehauen ist er gestern vom großem Fluss Richtung Norden und sollte sich nun etwa südöstlich von Neuschanz befinden. Man weiß noch, dass er irgendwo hier in der Umgebung gewohnt hat, aber der genaue Standort ist unbekannt. Bei der Flucht selbst ist niemand zu Schaden gekommen, er konnte aber seine Tasche ebenfalls entwenden. Waffen waren nicht in seinem Besitz und es ist unbekannt, ob er damit umgehen kann. Waffenlos ist er auf jeden Fall nicht ungeübt. Die Kinder bekomme noch ein Schreiben, dass sie im Namen der Crumolds unterwegs sind und machen sich mit zwei Pferden, Handschellen und etwas Proviant auf den Weg.

Ihr erster Anhaltspunkt ist die Bauernfamilie Neuwyk, die in der Richtung liegt und sie sie bei Sonnenuntergang erreichen. Kaum öffnet ihnen der Bewohner die Tür, sieht ihnen Cian Neuwyk entgegen, der dem Geflüchteten ähnlich sieht. Er willigt ein, die Jugendlichen hier schlafen zu lassen und geht Richtung Stall, um auch den Pferden Unterschlupf zu bieten. Während Alice unsicher ist, ob sie ihn wirklich gleich festnehmen sollen, aber Rhajid ist davon überzeugt, weshalb sie ihn gewähren lässt. Vorher geht sie aber in das Haus der Familie, um die nach dem Mann zu befragen. Ihre Aussagen decken sich mit seinen, weshalb sie den Verdacht fallen lassen. Es stellt sich aber heraus, dass er einen Cousin namens Culwich hat, der ebenfalls Brandnarben aufgrund eines gemeinsamen Unfalls hat. Dabei ist auch eine gemeinsame Freundin ums Leben gekommen, die südöstlich von hier im Wald ums Leben gekommen ist. Es könnte sein, dass Culwich dorthin unterwegs ist, aber da sie den Wald immer wegen seiner Schaurigkeit gemieden haben, wird er wohl eher tagsüber hingehen. Alice und Rhajid übernachten daher erst mal hier.

19. Praios 1058

Noch vor Sonnenaufgang werden die Jugendlichen geweckt und gehen nach ihrer morgendlichen Reinigung frühstücken. Anschließend betreten sie den Wald, der nur wenige hundert Schritt hinter dem Hof liegt. Auf dem Weg durch den Wald geht die Gruppe an einem Wolf vorbei, der sie aber in Ruhe zu lassen scheint und kommen bald zu einer Steintafel zwischen kahlen Bäumen. Darauf steht in schwieriger Schrift geschrieben: „Familie Uallach wacht über den Wald und schützt.“ Während sie lesen, nähert sich der Wolf wieder, bleibt aber in respektvollen Abstand stehen und beobachtet lediglich. Rhajid kommt ein Stückchen näher auf ihn zu und er bietet ihm Trockenfleisch an, den dieser aber nicht annimmt. Auf die Frage hin, ob er mit ihnen mitkommen will, verschwindet der Wolf. Beim Weitergehen bemerken sie große Ratten mit leuchtenden Augen und kommen zum Grab, das seltsamerweise geöffnet ist. Darin liegen ein Schafskadaver und eine Schaufel. Während Alice und Rhajid überlegen, was zu tun ist, zieht ein widerlicher Verwesungsgeruch auf, als würde sich etwas nähern und sie ziehen ihre Waffen. Gleich darauf kommt auch schon ein drei Schritt hohes humanoides Wesen auf sie zu – vermutlich ein Oger. Sie ziehen sich rechtzeitig zurück und sehen um die Ecke, dass es die Ratten auffrisst. Als Rhajid „Hallo“ ruft, kommt er zähnefletschend auf die Jugendlichen zu und sie sehen, dass dieser wohl blind ist. Alice lenkt ihn mit einem geworfenen Stock ab und die beiden gehen tiefer in den Wald hinein, wo sie etwas weiter weg einem Lichtschein folgen, der sie zu einem Mann vor einem Grab führt. Er kniet dort und scheint zu beten – da Alice aber zu ungeduldig ist, wartet sie nicht lange ab und spricht ihn an, worauf er zu ihr herumfährt. Es stellt sich heraus, dass das hier tatsächlich Culwich ist, der die Gebeine von Meg umgebettet hat, weil das vorige Grab offen lag. Den Kadaver hat er auch nicht dort hingelegt, aber er möchte Megs Glücksbringer in die Gruft hinunterbringen. Weiter erfahren sie auch, dass ihn der Tod erwartet, weil das Fälschen des Standes wohl ein ziemlich schweres Verbrechen ist. Obwohl die beiden nicht allzu weit gegangen sind, haben sie plötzlich das Gefühl, die Orientierung verloren zu haben. Culwich führt sie durch den Wald, bleibt aber vor einem großen Spinnennetz stehen. Dort befindet sich auch eine große Spinne, sodass sie lieber einen anderen Weg wählen. Culwich führt die beiden weiter und kniet bei einem weiteren Grab, um dort wieder zu beten – derweil läuft Alice herum, weil sie ungeduldig ist und merkt, dass sie weiter entfernt von dem Mann keine Geräusche des Waldes mehr hört. Als sie weiterläuft, verschwindet sie hinter einer Ecke und Rhajid kann sie nicht mehr finden. Alice findet in der Zwischenzeit nicht mehr zurück, hier sieht alles anders aus und überall sind Spinnennetze, wie sie vorhin schon eines gesehen haben. Da sie sich ohne Rhajid fürchtet, bleibt sie erst mal an Ort und Stelle, bis ihr Schwertbruder durch das Dickicht zu ihr gelangt. Dort braucht er erst mal einige Zeit, bis er sie dazu ermutigen kann, durch die engen Bäume hindurch zurück zu Culwich zu kriechen. Alice erstarrt, als sie hinter Culwich ein geisterhaftes Mädchen sieht und möchte erst nicht weitergehen, aber Rhajid hält sie fest und da das Wesen nun auch nicht mehr zu sehen ist, geht sie weiter. Am Weg raus aus dem Wald hört sie aber ständig ein Flüstern, das die Richtung angibt und Culwich scheint instinktiv darauf zu hören. Am Ende des Waldes bleiben sie auf ihre Warnung hin stehen und der Geist möchte ihren Körper übernehmen, um ihnen zu helfen. Alice aber wird hysterisch, worauf der Oger auf sie aufmerksam wird. Sie flüchten zurück in den Wald und warten. Dabei spricht Alice auch mit dem Geist und es stellt sich heraus, dass es sich dabei um Meg handelt, die möchte, dass Culwich das Amulett behält, weil sie dadurch bei ihm ist. Culwich erklärt auch, dass er sich schon damit abgefunden hat zu sterben. Danach gehen sie weiter Richtung Ausgang, wo Meg Alice wieder darum bittet, sie führen zu dürfen. Sie willigt ein und erlebt, wie sie als Meg in der brennenden Scheune ist und ein Balken auf ihre Beine fällt. Vorher gibt reicht sie das Amulett an einen Jungen weiter. Dann wird alles schwarz. Meg, die nun in Alice‘ Körper ist, schiebt die Schwertscheide an einer Stelle vor dem Ende des Waldes in den Boden und sagt den anderen, dass sie ihr folgen sollen. Die Ratten, die ihnen ebenfalls folgen, werden an einer anderen Stelle vom Boden verschlungen. Weiter draußen dreht sich die fremde Alice zu Culwich um, flüstert ihm etwas zu und haucht ihm einen Kuss auf die Wange. Anschließend ist sie wieder sie selbst und die Gruppe verlässt den Wald.

Außen rum folgen sie dem Waldrand, um den Wald an einer anderen Stelle wieder zu betreten. Das Amulett möchte er in die Gruft bringen. Dorthin verfolgt sie auch der Wolf wieder, den Meg „Charlie“ nennt, einen Hund, den sie damals hier gefunden hatte. Er dürfte ja eigentlich gar nicht mehr leben! Sie kriegen Culwich dazu, das Amulett erst mal zu behalten und gehen, gemeinsam mit Charlie, der ihnen nun auf Schritt und Tritt folgt, zurück zu den Neuwyks. Rhajid möchte mit Culwich dortbleiben, während Alice nach Neuschanz aufbricht, um mit Kylaria zu sprechen. Culwich erzählt seiner Familie nicht, dass er auf der Flucht ist und es findet eine kleine Feier statt. Abends kommt Alice in Neuschanz an, wo sie das Pferd erst mal in den Stall bringt und dann sofort Kylaria aufsucht. Die Novizin erklärt ihrer Schwertmutter die Situation und bittet sie um Rat. Nach dem Gespräch wird eine Brieftaube an Tiro geschickt.

20. Praios 1058

Am frühen Nachmittag erreicht Alice den Hof der Neuwyk und berichtet Rhajid die Neuigkeit. Danach helfen sie noch etwas am Hof und Alice versucht mit Meg zu sprechen. Diese scheint bei Culwich bleiben zu wollen und wird sogar böse, als die Rondranovizin das Amulett in die Hand nimmt.

Nachts hat Alice einen Traum von der Kindheit von Meg und Culwich. Während sie einige Szenen erlebt, wird ihr klar, dass sie damals eine ähnliche Beziehung wie Thalion und Alice hatten.

21. Praios 1058

Früh morgens brechen Alice, Rhajid und Culwich Richtung Neuschanz auf.

Dort hat Kylaria mittlerweile zwei Namen von Tiro erhalten, die ihnen in diesem Fall helfen sollen. Sie schickt dann auch Culwich zum Perainegweihten, da er meint, ihm werde kalt, wenn er zu lange untätig ist. Anschließend wird Alice dazu verdonnert einen Bericht zu schreiben, der viel zu ausführlich wird, weil sie jedes kleinste Detail aufschreibt.

27. Praios 1058

Alice und Rhajid begleiten Culwich zu den Crumolds,

29. Praios 1058

Beim heutigen Prozess werden nicht nur Culwich, sondern auch Alice und Rhajid befragt. Auch möchte Meg durch Alice sprechen, was diese ihr gewährt, um den Leuten dort zu erklären, dass Culwich das Erbe übernehmen soll. Das Amulett darf Culwich behalten, da er als letzter Erbe benannt wurde und er bekommt die Pflicht aufgetragen, sich um die Ländereien von den Uallachs zu kümmern. Allerdings darf er sich nicht als richtiger Erbe der Familie ausgeben, sondern lediglich als Verwalter.